Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


“Der saß mal im Gefängnis.” Dieser Satz löst erstmal einen Schock beim Zuhörer aus und hat Abwehrreaktionen zur Folge.

Klar, wer im Knast saß, hat ein Verbrechen begangen. Menschen reagieren skeptisch und ängstlich auf “Verbrecher”. Wer weiß, ob der Knast den nicht noch weiter versaut hat oder ob immer noch eine brutale Ader in der Person schlummert?

Betrachten wir den Fall mal von einer anderen Seite. Ein Mensch wird nach einer langen Zeit aus dem Gefängnis entlassen. Die Strafe ist endlich abgesessen, das Leben beginnt, hoffentlich, noch mal ganz von vorn. Allerdings hat sich soviel verändert. Von einfachen Dingen wie dem Fahrkartenschalter am Bahnhof bis hin zur Bürokratie. Dazu begegnet einem jeder, der “es” weiß mit einer gewissen Distanz.

Raus aus dem Knast © kangotraveler / flickr.com

An dieser Stelle ist es wichtig, den Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Mit ehrenamtlicher Hilfe straffrei lebenheißt ein Berliner Projekt, das von der “Aktion Mensch” unterstützt wird. Ehrenamtliche Helfer zeigen hier soziales Engagement und betreuen Straffällige nach ihrer Entlassung. Diese Betreuung kann sehr unterschiedlich aussehen - Helfen bei Wohnungs- oder Arbeitssuche, Unterstützen beim Einkaufen. Oder einfach nur Reden. Vertrauen ist dabei sehr wichtig, ein Besuch in der Wohnung des Betreuten kommt allerdings nicht in Frage.
Die Betreuer tauschen sich untereinander aus. Wichtig ist dem Projekt die Begleitung der Klienten, bis sie “alleine weiterlaufen” können. Man vergesse zwar nicht, dass man es mit einem Verbrecher zu tun habe, wolle aber auch nicht stigmatisieren, “schließlich haben die Menschen ihre Strafe abgesessen”, so Projektleiterin Krause.


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Gleichberechtigung ist heutzutage ja in aller Munde. Frauen dürfen die gleichen Jobs machen wie Männer und machen jetzt Karriere, der “Herr des Hauses” hilft jetzt in gleichem Maße wie sein Frauchen mit, eben jenes sauber zu halten.

Die Vorwerk-Familienstudie dieses Jahres strafte zumindest letztere Behauptung Lügen - nur jeder 3. Mann hilft seiner Lebensgefährtin beim PUtzen, Waschen oder der Kindererziehung. 68% der Väter gaben an, wenig bis gar nichts im Haushalt zu machen. 51% reden sich damit heraus, aus beruflichen Gründen keine Zeit für so etwas zu haben. 22% ruhen sich auf der Erklärung aus, die Partnerin könne das ja eh viel besser. 10% waren immerhin ehrlich genug um zuzugeben, dass sie sich schlicht und ergreifend drücken.

Mutter mit Kind © cia de foto / flickr.com

Eine traurige Bilanz. Und das, obwohl 69% der Ehefrauen ebenfalls arbeiten gehen. Ist es da überraschend, dass 81% der Muttis die Hausarbeit als Belastung empfinden und es, nach ihren Angaben, schon in 33% der Ehen deswegen zu ernsten Krisen kam? Im Vergleich verbringen voll berufstätige deutsche Väter auch wesentlich weniger Zeit mit dem Nachwuchs als voll berufstätige Mütter.

Altbackene Traditionen sind offenbar schwer abzulegen. Und meine Herren, mal ehrlich, natürlich sind Staubsaugen, Wäsche waschen und Bad / Küche / etc. putzen zum Teil nervtötende, anstrengende und langweilige Aufgaben, aber Ihre Partnerin wird es vermutlich auch nicht viel lieber erledigen als Sie. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Hoffen wir für die Mütter der kommenden Generationen, dass die Gleichberechtigung in deutschen Haushalten etwas mehr Einzug hält.


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Die Meinungen sind gespalten. Während die einen sagen, zu Zeiten von Hartz IV leben deutsche Kinder oftmals am Existenzminimum, finden andere, dass die Generation Spongebob viel zu verwöhnt ist und über zuviel Freiheiten und vor Allem Luxusmittel (a lá GameCube, PlayStation etc.) verfügt.

Eine Verbraucheranalyse ergab mal wieder einen angenehmen Mittelwert. Deutschlands rund sechs Millionen Kinder haben im Schnitt um die 650 Euro auf ihrem Sparkonto. Im Alter von sechs bis neun Jahren erhalten die Kleinen durchschnittlich 14 Euro Taschengeld im Monat, 10- bis 13-Jährige dürfen sich sogar über 32,50 Euro freuen. Wenn dann noch Feiertage und der Geburtstag hinzukommen, schenken Eltern und Verwandte pro Kind jährlich um die 170 Euro extra hinzu. 85 Prozent der Kiddies denken dabei an die Zukunft sparen regelmäßig etwas Geld.

Kind sieht fern © giovanni giusti / flickr.com

Die wenigsten Kinder müssen davon feste Ausgaben bezahlen oder Kleidung kaufen, sondern haben dieses Geld zu ihrer freien Verfügung. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala dessen, was vom Taschengeld eingekauft wird, stehen bei den Kleinen Süßigkeiten, Comics, Fastfood und Spielzeug. Vermehrt geht der Trend auch Richtung Kino und Sticker bzw. Sammelkarten.

Übrigens haben zwei Drittel der deutschen Kinder zwischen zehn und dreizehn Jahren bereits ein Handy. Ein Fernsehgerät und eine Stereoanlage stehen bei rund 40 Prozent der Kiddies im Zimmer. Befragt wurden in dieser Studie 1600 Kinder und Jugendliche von sechs bis dreizehn.


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Erotisches Japan

Autor: Sarah
abgelegt in: typisch japanisch

Kein Land wird mehr mit höflichem Verbeugen, Nettigkeit, Geduld im Umgang miteinander und strengen gesellschaftlichen Regeln verbunden als Japan. Da sollte man doch meinen, gerade das Intimleben stünde unter strengstem Verschluss und dränge nicht nach außen.

Allerdings ist Japan im Kontrast dazu untrennbar mit Erotik verknüpft. Als erstes hätten wir die erotischen Mangas (japanische Comics), in denen es schon mal gut zur Sache geht. Besonders männliche Homosexualität erfreut sich dabei in letzter Zeit an großer Beliebtheit. Als nächstes gäbe es die zum Teil sehr pornographischen und gruseligen Hentais - das sind Animationsfilme mit oft explizit sexuellem Inhalt. Besonders gerne werden dabei Vergewaltigungsszenen gezeigt oder aber scheußliche Tentakel, die sich an den oft jungen Frauen vergehen. Und wenn nichts davon vorkommt - dann doch zumindest ein paar Schulmädchen in kurzen Röckchen.


Und so sieht ein Lovehotel von innen aus

Dann nicht zu vergessen - die Lovehotels. Das sind stunden- oder nächteweise mietbare Etablissements, in denen man paarweise oder allein Sex haben oder Pornos genießen kann. Mit Whirlpool, Kingsize-Bett oder als Themenzimmer (Zugabteil, Krankenhauszimmer…) können Touristen und Japaner selbst dort ihre geheimsten Sehnsüchte für umgerechnet 40 - 120 Euro ausleben.
Des Weiteren halten sich ja hartnäckig Gerüchte über Automaten, die getragene Mädchenslips anbieten. Berichte im World Wide Web zeigen allerdings, dass es sich hierbei um Unsinn handelt. Es gibt keine nachgewiesenen Automaten, wo man getragene Mädchenunterwäsche bekommt. Sehr wohl kann man aber frische Unterwäsche aus solchen Automaten erwerben.

Warum in einem sonst so “braven” Land solche moralischen “Unsitten” herrschen? Da kann man nur spekulieren. Vielleicht gerade weil sonst so viel Strenge herrscht, braucht der Japaner wenigstens dieses eine Ventil.


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