Zum Frauenfußball kursieren wahrscheinlich mehr Klischees und Vorteile als zu irgendeiner anderen Sportart. Dabei geht es nicht nur um den Sport selbst, sondern auch die Spielerinnen – und hier liegt das Problem.
Denn beim Frauenfußball wie bei anderen Sportarten auch sollten in erster Linie nur die Leistungen der Sportler im Vordergrund stehen. Privates hat auf dem Platz schließlich nichts zu suchen. Und trotzdem ranken sich hartnäckige Gerüchte vor allem um weibliche Fußballer, die erstaunlicherweise von beiden Geschlechtern vertreten werden. Aber um das gleich von vornherein klar zu stellen: natürlich sind nicht alle Fußballspielerinnen lesbisch!
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Der Unterschied zwischen Mädchen aus der Großstadt und Mädchen vom “Dorf” ist faszinierend. Sie könnten mich jederzeit an die Wand trinken. Ich könnte sie jederzeit in Grund und Boden tanzen.
Sie sind entweder pummelig oder so dünn, dass ich an die Fernsehreportagen über Anorexie denken muss. Ihre Haare werden jeden Morgen gewissenhaft gestylt und haben in der Regel zwei Farben oder doch mindestens Strähnchen und werden alle paar Wochen vom Friseur nachgefärbt und -geschnitten. Ich dagegen habe einen recht langweiligen Stufenhaarschnitt, meine Haarfarbe ist meine echte und zum Friseur gehe ich nur, wenn es gar nicht mehr anders geht.
Sie gehen supergerne shoppen und sind Modeprofis, ihr Schuhschrank explodiert, ihre Accessoires sind toll kombiniert und ausgewählt, ihre Kleidung sehr trendy. Ich trage lediglich eine Jeans und einen unscheinbaren schwarzen Pullover und shoppen finde ich in der Regel ermüdend bis deprimierend.
Sie reden über Haare, Kleider, Kosmetik, Tiere und ihre Freunde. Ich würde mich jetzt gerne über Bücher, Musik oder Filme unterhalten oder über Promis tratschen.
Ihre Nägel sind perfekt gemacht, mit Gel und Steinchen verschönert, meine sind nur mit ein bisschen Klarlack überzogen. Ihr Make-Up ist ausgefeilt, wunderschön und benötigte mindestens eine Stunde Arbeit, mir reicht ein bisschen Lidstrich und Wimperntusche für unseren Nachmittagsausflug. Sie fahren ihr eigenes Auto, ein Traum, der für mich noch in weiter Ferne liegt.
Nun, wie viele Klischees werden zerstört, wenn ich jetzt auflöse, dass ich mein Leben lang in der Großstadt gelebt habe und meine Mädchen vom “Dorf” noch nie länger als für einen Urlaub ihre hübsche Idylle in der Natur verlassen haben?
Frauen und Schuhe – ein Phänomen, das ein Mann wohl nie verstehen wird. Der Schuhschrank einer Frau ist oftmals größer als der Kleiderschrank eines Mannes, unglaublich über viele Variationen eine Frau verfügt.
Stundenlang können Frauen in einem Schuhladen verweilen, als Mann hat man das Gefühl, sie würden erst eine persönliche Beziehung zu den Schuhen aufbauen müssen, um sie später kaufen zu können. Frauen besitzen auch für jeden Anlass Schuhe und wenn man ihrem Kaufverhalten folgt, erfinden sie extra Anlässe, um Schuhe kaufen zu können.
Eine Frau hat mir dieses Phänomen einmal so erklärt, dass Schuhe Frauen niemals enttäuschen. Während Jeans und Blusen im Laufe der Jahre aus wirklich unerfindlichen Gründen immer enger werden, passen Schuhe auch noch nach
Jahren des Nichttragens. Je vielfältiger die Schuhpalette ist, umso facettenreicher die Charakterzüge der Frau – so heißt es jedenfalls. Was macht da ein Mann, der nur drei Paar Schuhe besitzt? Sind wir jetzt in unserem Charakter eingeschränkt?
Wenn man es von der praktischen Seite betrachtet, erklärt sich das Klischee wie folgt. Da Frauenkleidung oftmals wesentlich variantenreicher ist, muss man sich auch bei der Schuhwahl anpassen. Für Männer gibt es gar nicht derart viele Varianten, denn die Suche nach den passenden Schuhen würde ihn vor unlösbare Probleme stellen, denn sie müssen in erster Linie passen, bequem sein und sich im finanziellen Rahmen halten.
Natürlich wäre ich auch froh, wenn man mir vom anderen Geschlecht dieses Phänomen erklären könnte, falls ich hier nicht die wesentlichen Thesen getroffen habe.