Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


Zum Frauenfußball kursieren wahrscheinlich mehr Klischees und Vorteile als zu irgendeiner anderen Sportart. Dabei geht es nicht nur um den Sport selbst, sondern auch die Spielerinnen – und hier liegt das Problem.

Frauenfußball: Sind die Spielerinnen alle lesbisch? ©Flickr/wjarrettc

Denn beim Frauenfußball wie bei anderen Sportarten auch sollten in erster Linie nur die Leistungen der Sportler im Vordergrund stehen. Privates hat auf dem Platz schließlich nichts zu suchen. Und trotzdem ranken sich hartnäckige Gerüchte vor allem um weibliche Fußballer, die erstaunlicherweise von beiden Geschlechtern vertreten werden. Aber um das gleich von vornherein klar zu stellen: natürlich sind nicht alle Fußballspielerinnen lesbisch!
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Hartz 4 hat einen unschönen Ruf in Deutschland. Das System selbst funktioniert nur leidlich, und diejeniegen, die darauf angewiesen sind, müssen sich tagtäglich nicht nur mit Geldsorgen, sondern auch noch mit Vorurteilen herumschlagen.

Hartz 4 und der Tag gehört dir?! ©Flickr/jon_a_ross

Denn wer Hartz 4 bezieht, liegt doch eh den ganzen Tag faul zu Hause auf der Couch herum und liegt dem arbeitenden Rest der Gesellschaft auf der Tasche. So zumindest denken Einige. Oder eher Viele. Beim Thema Hartz 4 kommen oft Vorstellungen auf, in denen Frauen sich den Tag über von einer Talk-Show zur nächsten hangeln, während die Kinder nebenan sich selbst überlassen sind. Oder man denkt an Männer, die immer nur mit einer Bierflasche und dem Neuesten vom Fußball im Fernsehen beschäftigt sind und höchstens den Gang zum Kühlschrank auf sich nehmen.

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Homophobie im Sport ist ein Tabu-Thema. Dennoch wird Homosexualität im Fußball immer wieder in den Medien diskutiert. Die Gesellschaft ist im Wandel, der DFB muss nur noch mitziehen.

Liebkosungen zum Torjubel ©Flickr americanistadechiapas

Der Sieg bringt es mit sich, dass Männer sich in die Arme fallen, sich vor Freude durch die Luft wirbeln und vielleicht sogar küssen. Diese ungewöhnlichen Gefühlsausbrüche der Männer werden beim Fußball geduldet und rein auf das Zelebrieren des eingefahrenen Sieges bezogen. Aber wehe da spricht mal jemand vom Schwulsein, dann ist das Geschreie auf allen Seiten groß.

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Fernsehen macht dumm - Diese Annahme teilen sich viele Zeitgenossen, und dass mitunter zu Recht. Wie es um die Problematik steht, erfahren Sie im Folgenden.

Macht Fernsehen wirklich dumm? ©Flickr/jot.punkt

Dank Wissenschaftlern ist nun endlich bewiesen: Fernsehen macht eindeutig blöd.

Fernsehen macht dumm - Studie hat es bewiesen

Eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts in Niedersachsen (KFN) hat die erschütternde Wahrheit ans Tageslicht gebracht: Der übermäßige Konsum von geistig weniger anspruchsvollen TV-Inhalten macht definitiv dumm und die Entwicklung zum Dämlichsein des Nachwuchses schreitet somit unaufhaltsam voran. weiterlesen »


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Marken wie Fred Perry, Lonsdale und Thor Steinar werden immer wieder mit der rechtsradikalen Szene in Verbindung gebracht. Und ohne Zweifel besteht zumindest bei einer der eben genannten Marken ein eindeutiger Zusammenhang zu braunem Gedankengut.

Thor Steinar, Fred Perry und Lonsdale - Nazimarken? ©Flickr/InSight Blog

Nicht umsonst gibt es in letzter Zeit soviel mediales Interesse an der Marke Thor Steinar. Das Label wurde von zwei Männern begründet, die angeblich äußerst aktiv in der rechten Szene sind.

Verbot von Thor Steinar

Mitunter ging das rege Interesse an der Marke Thor Steinar sogar soweit, dass Läden, die die Marke führen, schließen mussten, nachdem es zu Beschwerden von Anwohnern und Anhängern linker Gruppierungen kam. Im Bundestag, vielen Berliner Clubs und in den Fußballstadien von Hertha BSC, Werder Bremen und Borussia Dortmund ist das Tragen dieser Marke sogar verboten. weiterlesen »


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Alle Jahre wieder ein neuer Spielplan mit so herrlichen Begegnungen wie Bayern gegen Wolfsburg oder ab diesem Jahr auch wieder Kaiserslautern gegen die Borussen. Dazu ab und an eine EM oder WM und Championsleague und UEFA-Cup nicht zu vergessen. Mein abendliches Fernsehprogramm ist meist durch diese lebenswichtigen Ereignisse schon Wochen vorher, ach was sage ich eine ganze Saison im Voraus geplant.

Fußball typisch Mann©Flickr/gillyberlinDie typischen Verhaltensmuster von Männern im Fußballwahn sind schnell durchschaut. Wenn es um ganz heiße Spiele der Lieblingsmannschaft geht, werden auch schnell mal ein paar Karten besorgt, die Jungs geschnappt und auf geht es ins nächste Stadion. Bei meinem Exemplar so geschehen in der letzten Saison, als es um den Aufstieg es 1.FC Kaiserslautern ging. weiterlesen »


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Die Weltmeisterschaft 2006 hat es bereits gezeigt - den italienischen Fußballer in seiner vollen Pracht.

Er ist sicher kein scheuer Zeitgenosse, der kickende Italiener. Wie sieht er aus, woran erkennt ihn der Laie in freier Wildbahn? Aufgepasst - er ist klein und dunkelhaarig: bei langem Haar ist dieses in der Regel strähnig und wirkt vernachlässigt. Des Weiteren fällt der italienische Fußballer durch seine behaarten Beine auf, die aus seinen Fußballshorts hervorlugen. Seine Knieschoner sind oftmals schmutzig und voll Grasflecken, warum, sehen wir in der Verhaltensbeschreibung dieses possierlichen Tierchens.

Italienflagge © Max Schiro / flickr.com

Der kickende Italiener ist bei seinen Fußball-Kollegen anderer Länder und deren Fans oft nur wenig beliebt. Dies mag in seinen Verhaltensmustern begründet liegen, die wiefolgt aussehen: Neben dem originellem und oft sehr beeindruckendem Fußball, den der Italiener spielt, ist vor Allem sein Verhalten in spielerischen Konfliktsituationen oder gar brenzligen Spielmomenten zu bemerken. Bewältigungsstrategie Nummer eins: Aggression. Gegnerische Spieler werden rücksichtslos umgerannt, niedergestiefelt oder gefoult. Beschweren sich Schiedsrichter oder der Verletzte, wird vehement abgestritten und darüber gewehklagt, wie unfair diese Verschwörung gegen den italienischen Spieler ist.
Bewältigungsstrategie Nummer zwei: Mitleid heischen. Dies wird durch einen oft spektakulären Stunt zu erreichen versucht, bei dem der Italiener sich gekonnt auf den Boden wirft. Es folgt ein rührendes Schauspiel: Sich ein beliebiges Körperteil haltend und mit schmerzverzerrter Miene bitterlich weinend und fluchend rollt sich unser italienischer Freund teilweise minutenlang auf dem Rasen herum.
Der Erfolg beider Strategien beläuft sich auf 50:50. Die kassierten Antipathien sind allerdings maßlos.

Der italienische Fußballer ist ein begabter Mann, der durchaus etwas kann - aber von seiner Mama nie etwas über faire Konfliktbewältigung gelernt hat und deshalb das Arschlochkind im Sandkasten des internationalen Fußballs darstellt.

(Diese humorvoll angelegte Spielerei mit den gängigsten Klischees um den italienischen Fußballer ist bitte nicht für bare Münze zu nehmen.)


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Fußball - für ein paar unbelehrbare Menschen ist dieser Sport der Inbegriff der völkischen Dummheit. Zweiundzwanzig Männer in lustigen Outfits, die einem Ball hinterher rennen, erwecken auch nicht wirklich den Eindruck, hier sei sonderlich intelligentes im Gange.

Klar, Engagement braucht man, Kämpferherz und Einsatz - aber Grips? Nur im seltensten Fall. Das Paradebeispiel sind dann immer die Interviews von Ikonen wie Lothar Matthäus oder Oliver Kahn in den Nachrichten. Der erste Fall: Deutschlands Flachbirne Nummer Eins, braucht man nicht lange zu kommentieren. Letzterer wurde von seinem PR- Manager so umerzogen, dass alles, was er sagt, nach auswendig gelernten Phrasen klingt.

Freistöße treten - anspruchsvoller, als man denkt! © flickr / gnu1742Ja gut, sonderlich kluge Dinge geben unsere Fußballer tatsächlich nicht von sich. Aber was will man auch antworten, wenn man abgehetzt nach 90 Minuten vom Platz kommt, und einem der junge und adrette Premiere-Reporter ein Mikrofon unter die Nase hält?

“Wie war denn das Spiel, Klaus?” nach einer 5:0 Pleite gegen den Bezirksligisten - Was soll man da sagen? Früher haben die Profis mit verständlicher Aggression reagiert und wurden als wortkarg und dumm abgetan, heutzutage versuchen es viele mit ausschweifendem Politikergequatsche und werden vom Fußball-Hasser schon wieder als dumm eingestuft.

Dabei ist Fußball ein unheimlich taktisches Spiel. Wer schon mal versucht hat, sich auf der rechten Außenbahn zu behaupten, ohne auf den Rest des Spielfelds zu achten, wird nach stundenlangem Im-Regen-Stehen wissen was ich meine. Profi-Fußballer müssen im Idealfall die Vorstellungen, die der Trainer in der Kabine an eine Tafel zeichnet, als elfköpfiges Team im Sport umsetzen. Das klappt so im seltendsten Fall in der Redaktion einer Zeitung, wo der sportliche Aspekt schon wegfällt, wieso ist das keine Leistung, wenn die Athleten sowas hinbekommen?

Meiner Meinung nach rührt diese Reduzierung des Fußballspielers auf den dummen Läufer mit Eisenfuß vom Unterlegenheitsgefühl des Sofasitzers her. Manche der Spieler, Lukas Podolski beispielsweise, geben sich auch dümmer, als sie wirklich sind, um ihre Persönlichkeit optimal zu vermarkten.

Auf jeden Fall ist dieses Klischee ein sehr altes und ziemlich dämliches - wer nicht ein Mindestmaß an taktischer Intelligenz und schnellem Auffassungsvermögen mitbringt, wird es im Fußball schwer haben.


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Die Abseitsregel und die Frauen verstehen sich mindestens genauso gut wie Männer und kitschige Liebesfilme. So heißt es offiziell. Tatsächlich aber verstehen die Frauen oftmals mehr vom Abseits, als die Männer von ihren eigenen Frauen. Wieso auch nicht? Schließlich sind doch auch sie den Männern in der Multitasking-Denkweise überlegen. Warum also sollte Frau es dann nicht auch auf die Reihe kriegen das Chaos vor und hinter den Linien zu verstehen? Die Tatsache, dass die Gegner verschieden farbige Trikots tragen und man keine riesigen Distanzen abschätzen muss, erleichtert die Sache doch noch zusätzlich. Der Grund, dass sich diese Behauptung so hartnäckig hält, liegt also weniger am Verständnis. Vielmehr liegt es wohl daran, dass jede Menge Frauen einfach kein Interesse am Fußball haben, weil es ihnen schlichtweg zu albern ist, dass ein Haufen wilder Kerle einem Ball hinterher jagt, wie ein Hund seinem Stock. Ein anderer Teil dagegen hat zwar Interesse am Fußball und auch Ahnung davon, behält es aber für sich. Denn diese Art von Frau möchten bei den Männern einfach nicht die Illusion zerstören er wäre ihr im Wissen überlegen und müsste nun erklären, warum der eine Spieler ausgerechnet von der Position aus kein Tor schießen durfte. Aber wie es immer so ist, bestätigen natürlich auch hier Ausnahmen die Regel. Klar gibt es Frauen, die Abseits nicht verstehen. Schließlich gibt es ja auch Männer, die sich gerne kitschige Liebesfilme anschauen.


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