Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


Das stimmt! Ein Klischee, welches nicht von der Hand zu weisen ist. Wie ja eigentlich alle Klischees… Na, jedenfalls habe ich konkrete Erfahrungen mit mehr als einer weiblichen Testperson, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Nein, Mario Barth ist nicht mein Vorbild und ja, es gibt Ausnahmen. Ändert nichts an den Testergebnissen. Hier also die einzelnen Versuchssituationen, streng wissenschaftlich aufbereitet.

Frauen reden und gestikulieren gern © flickr / *madalenap*

Die Frau im persönlichen Monolog mit dem Mann: Feierabend.
Feierabend. Nach Hause kommen. Ausspannen. Kühlschrank… halt, das ist die männliche Perspektive. Die weibliche (”bessere”) Hälfte ist mit diesen einzelnen Phasen des allabendlichen Ablaufes zwar ebenso vertraut, besetzt jedoch die Bedeutungen wichtiger Schlüsselbegriffe komplett anders.
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Ein weiteres Bilderbuch-Klischee, das in die Köpfe der Menschen eingebrannt ist: Das Wort “Gogo-Tänzer/in” fällt und sofort tauchen Bilder von verrauchten Clubs, Stangen und barbusigen Mädchen vor dem inneren Auge auf.

Klar. Gogo-Tänzer ist ein anderes Wort für Stripper. Oder aber meint eine Frau, die erst leicht bekleidet bis nackt für einen tanzt und dann für ein bisschen Geld Schweinereien hinter verschlossenen Türen anbietet. Oder so ähnlich. So ganz genau weiß meistens keiner, was es nun ist, aber definitiv was, was mit Sex zu tun hat.

Absoluter Blödsinn. Wer sich auf dem Gebiet ein bisschen besser auskennt weiß, dass das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun hat. Stripper haben die Aufgabe, sich auf möglichst ansehnliche Art und Weise auszuziehen, vorwiegend in Nachtlokalen und für Geld. Hierbei soll hauptsächlich das exhibitionistische Verlangen des Zuschauers gestillt werden.


Ein Amateur-Video von einer Gogo-Tänzerin

Was sind nun Gogo-Tänzer? Sie haben eine komplett andere Aufgabe, sie sollen die Stimmung in der Disco / der Bar / auf der Party anheizen und die Gäste zum Tanzen animieren. Sie tanzen in der Regel auf gut einsehbaren Plätzen wie Podesten, Lautsprecherboxen oder sogar in aufgehängten Käfigen. Gogo-Tänzer sind selbstverständlich auch oft in kurzen Röcken oder anderen sexy Outfits zu sehen - diese ziehen sie aber nicht aus. Generell sollen die Outfits gut und sexy aussehen, es wird aber in der Regel streng darauf geachtet, dass nichts Billiges oder Obszönes daran ist. Die Randgruppe der Topless-Gogos, das sind Gogo-Tänzer, die oben ohne tanzen, ist bei professionellen Gogos verpönt.

Fassen wir zusammen: Gogos sind Vortänzer bzw. Animateure und sollen für Stimmung sorgen, sind also keine nackten Frauen, die sich rhythmisch zur Musik bewegen. Stripper sollen sich auf erotische Art und Weise ausziehen und damit voyeuristische Neigungen der Zuschauer befriedigen. Alles klar?


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…genau das bestätigt jetzt endlich eine US-Studie. Ungefähr 14.000 Amerikaner beteiligten sich ein knappes Jahr lang an dieser Forschung zu den Ernährungsgewohnheiten.

Das Ergebnis? Wir ahnen es ja schon und die Überschrift petzt ja auch bereits das Highlight: Männer bevorzugen Fleisch, Frauen Obst und Gemüse. Männliche Teilnehmer hatten häufig Ente, Kalb oder Schinken auf ihrem Teller, auch Muscheln, Shrimps oder andere Schalentiere waren beliebt und wurden gern verspeist. Damen hingegen aßen öfter Karotten, Äpfel oder Erdbeeren. Außerdem nahmen sie auch mehr Mandeln, Eier oder Joghurt zu sich.

Männer lieben Fleisch © lecasio / flickr.com

Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel: Wenn es um Gemüse schlagen die Herren der Schöpfung am liebsten bei Spargel zu. Außerdem bevorzugen Frauen frisches Fleisch, wenn sie welches essen. Während Herren nämlich kein Problem mit Tiefkühl-Hamburgern haben, fühlen sich Damen doch mit einem frisch zubereiteten Burger deutlich wohler. Perfekt ist er, wenn er nicht nur frisch sondern zusätzlich auch noch gut durchgebraten ist.

Gut, jetzt wissen wir also, wie in Amerika gegessen wird. Ist es in Deutschland auch so? Für mich selber kann ich das durchaus bestätigen. Fleisch esse ich nur ungern aus der Tiefkühltruhe und am Besten sollte es sehr mager sein. Und zu Obst würde ich natürlich niemals nein sagen ;) Zu Süßigkeiten allerdings auch nicht. Das Nasch-Verhalten wurde in der Studie leider nicht näher untersucht - ich wage allerdings zu prognostizieren, dass Frauen doch häufiger der süßen Versuchung erliegen.

Wie dem auch sei - Hauptsache es schmeckt und man lässt die Gesundheit bei seiner Ernährung nicht allzu oft aus den Augen. In diesem Sinne guten Appetit!


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Im Ernst. Wer von Ihnen hat noch nicht zum eigenen Vorteil mit einem Klischee gespielt? Welche Frau unter Ihnen hat noch nie absichtlich “geschwächelt” um einen Mann zum Tragen der eigenen Taschen zu überreden? Welcher Mann hat noch nie Ungeschicklichkeit im Haushalt vorgetäuscht, um lästigen Pflichten zu entkommen?

Welcher Farbige kämpft freiwillig und offenherzig gegen das Klischee des “gut ausgestatteten Schwarzen”? Welcher Italiener ist beleidigt über die allgemeine Annahme, dass aus Italien das beste Eis und großartige Pizza käme? Keiner, genau.
Tatsächlich neigt doch jeder unter uns dazu, positive Klischees gern unverleugnet auf sich beruhen zu lassen und über jedes Negativ-Klischee regelmäßig genervt zu schimpfen.

Deutsche sind humorlos, tragen nur Lederhosen und Dirndl und tanzen scheiße. - “So eine Gemeinheit, primitive Idioten, immer diese blöden Klischees!”
Deutsche sind fleißig, vorbildlich pünktlich und machen gute Produkte. “… *zustimmendes Schweigen*”

Wer klug ist, nimmt beide Arten von Vorurteilen einfach hin. Die Meinung jedes Fremden kann man sowieso nicht ändern und alle die sich die Mühe machen, einen persönlich kennenzulernen, sehen früh genug, was wirklich hinter dem Image steckt.

Das beste Eis machen ja angeblich die Italiener… © Corrie / PIXELIO
Gutes Eis nur aus Italien?

Aber mal ehrlich, es macht doch auch Spaß, mit Klischees zu spielen. Vor allem bei der Partnerwahl. Ein unschuldiges Augenklimpern, ein wenig Verletzlichkeit , hübsches Make-Up und ein netter Ausschnitt - natürlich entspricht keine Frau rund um die Uhr diesem Klischee. Sobald sie es aber tut, und das doch meist bewusst, wird der Beschützerinstinkt des Mannes wesentlich stärker angesprochen. Die Flirt-Chancen steigen.
Umgekehrt gilt dasselbe für Männer. Sobald sie so tun, als ob sie finanziell gut dastünden (Frau zum Essen einladen; gut gekleidet auftreten usw.) fliegen ihnen leichter die weiblichen Herzen zu. Und das nicht, weil die Frau von Natur aus geldgierig ist, sondern weil sie von Natur aus einen Versorger sucht, der sie und den eventuellen Nachwuchs durchfüttern kann. Und wenn der Mann nicht nach Geld aussieht, dann springen Damen auf Muskeln, Drei-Tage-Bärte oder leiche Verschwitztheit an - so ein Mann könnte sie schließlich vor Gefahren schützen, bei dem kann man sich sicher fühlen.

Wie man sieht, kann man mit etwas Intelligenz auch für sein persönliches Glück viel herausholen, wenn man nur ein wenig mit Klischees spielt.

Übrigens hier ein paar weitere Klischees, gegen die sicher keiner der Gemeinten protestieren würde: Franzosen sind gute Liebhaber, Latino-Frauen sind leidenschaftlich und umwerfend im Bett, Japaner zeichnen die schönsten Comics, Boxer aus den Ostblock-Staaten sind die besten, Großmütter kochen fantastisch.


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