Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


Die gute Männerwelt – nie um eine Ausrede verlegen. Erst recht nicht, wenn es um Verhütung und Kondome geht. Zu klein, zu eng oder Allergie auslösend sollen sie sein. Schluss mit diesem Klischee: Das Kondom ist das wichtigste Verhütungsmittel unserer Zeit. Das sollten beide Geschlechter endlich einsehen.

Wer von uns musste sich das nicht schon mal anhören: Kondome seien nicht gefühlsecht, zu eng und natürlich viel zu klein. Das enthaltene Latex würde außerdem unangenehme Allergien auslösen. Alles nur Ausreden, um das Kondom beim Sex einfach mal wegzulassen? Oder ist etwas Wahres an diesen Aussagen dran?

Kondome © flickr.com / meddygarnet

weiterlesen »


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Seitensprünge gelten nicht selten als Grund für eine endgültige Trennung. Doch messen wir dem Sex außerhalb der Beziehung da nicht einfach etwas zu viel Bedeutung zu? Und sind vor allem immer Männer die Übeltäter?

Seitensprung - das Ende der Beziehung?  ©Flickr.com/Abhishek Singh aka Bailoo

Seitensprung - absoluter Vertrauensbruch oder unbedeutendes Abenteuer?

Klischees über den Seitensprung gibt es wirklich wie Sand am Meer: „Wer einmal fremd geht, ist niemals treu“, „Männer haben öfter Seitensprünge als Frauen“, „Wer fremd gegangen ist, dem ist nicht mehr zu trauen, folglich ist auch die Beziehung am Ende“…Stimmt das wirklich?
Logisch durchdacht können diese Thesen gar nicht hinhauen. Schließlich sagt ein altes Sprichwort: It takes two to tango.  Wenn man davon ausgehen würde, dass Seitensprünge von Männern öfter begangen werden als von Frauen, dann wäre die Konsequenz ja, dass die Herren dabei vor allem gleichgeschlechtlichen Sex haben. Das ist aber nicht so! Frauen gehen bloß bei ihren Seitensprüngen viel geschickter vor, bleiben diskret, prahlen nicht mit ihren Affären und Abenteuern und sind weniger oft geständig als Männer. weiterlesen »


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Es ist Wochenende und die beiden Geschlechter bereiten sich vor, auf die Piste zu gehen. Suchen beide Seiten nach Nähe und Zärtlichkeit oder vor allem die Männer?

Bei den Jungs ist das oftmals das erklärte Ziel, eine abzuschleppen. Was typisch Mann sein soll. Nach dieser Devise “Sex ist etwas, was Frauen haben und Männer wollen”, sind es die Frauen, die jederzeit Sex haben könnten - aber nicht unbedingt wollen.

Hinterher-Schauen © Flickr /Chrys OmoriWollen Männer unbedingt Sex oder sind sie, genau wie das Klischee der typischen Frauen, auf der Suche nach dem einen, wahren, auserwählten Partner fürs Leben? Dabei geht es gar nicht um die Definition von Zärtlichkeit.

Aus meiner Erfahrung lässt sich weder das Eine noch das Andere bestätigen - das ist eben individuell verschieden. Aber im Gesamtgesellschaftlichen Prozess und vermutlich bedingt durch die Sozialisation, sind Frauen in der Regel eher zurückhaltender.

Viele verweisen hier auf die Biologie, weil Männer ja noch im hohen Alter fähig sind, ihr Sperma durch die Welt zu verteilen und außerdem die Möglichkeit haben, mehrere Frauen zu schwängern. Aber davon mal abgesehen, sind Frauen einfach so erzogen, die wahre Liebe zu finden.

Männer hingegen sind in der Art sozialisiert, dass sie die Macher, die Checker und vor allem die Stecher sein sollen. Was viele Frauen nicht gerade abtörnt. Auch wenn das Sprichwort lautet: “Ein Gentleman genießt und schweigt”, so ist doch bekannt dass Männer mit ihren Errungenschaften herumprotzen. Frauen machen das eher dezent im kleinen Kreis, aber eine Form von Angeben ist das trotzdem.

Auch beim Fremdgehen nehmen sich die beiden Geschlechter sich nichts. Das ergeben die Statistiken immer wieder und auch entsprechende Websites zeugen davon. Aber aus Gesamt-gesellschaftlicher-Sicht, kann ich meine These “Sex ist etwas, was Frauen haben und Männer wollen” durchaus bestätigen.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Normale Bordelle kennt man ja. Das sind einschlägige Gewerbe, in denen man für Geld sexuelle Dienstleistungen erhält. In Wohnungsbordellen findet dasselbe statt - nur eben nicht in einem extra Haus, sondern ganz normal in einer Mietwohnung innerhalb eines Häuserblocks zum Beispiel.

Die Prostituierten arbeiten dort allein oder mit mehreren Kolleginnen zusammen. Prostitution ist ein sehr klischeebehaftetes Thema, bei dem jetzt viele die Nase rümpfen werden. Man denkt an moralischen Verfall, ekelhafte perverse Spielereien und einen dicken, schmierigen Zuhälter der im Hintergrund die Kohle abkassiert. Man denkt an Gewalt, Drogen und an was nicht noch alles. Sowas soll natürlich nicht in der Wohnung nebenan laufen.

So denkt das zumindest die CDU in Berlin Lichtenberg. Bordelle in der Nachbarschaft seien nicht zumutbar, immerhin leben da auch Familien mit Kindern, sagt die CDU-Fraktionschefin. Verantwortlich für die Genehmigung von Bordellen sind die Bezirke und eben das könnte jetzt in Lichtenberg zum Problem werden.

Prostitution - auch nur ein Beruf © blablaurgh / flickr.com

Viele Prostituierte fühlen sich mit solchen Denkweisen übergangen und falsch verstanden. Stephanie Klee, selbst Prostituierte und Mitglied des Bundesverbandes sexueller Dienstleistungen, wünscht sich einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft - wie jeder andere Berufstätige auch.

Die Berliner Woche lässt in einem Artikel den interessanten Denkansatz verlauten, dass es sich bei Wohnungsbordellen um eine Form der Prostitution handele, bei der “Frauen meist selbstbestimmt, gewaltfrei und zu fairen Arbeitsbedingungen” ihren Beruf ausüben könnten.
Leider sind Prostitution und Bordelle einfach medial zu sehr als Sündenpfuhle und Orte krimineller Machenschaften verschrien, als dass in naher Zukunft von der allgemeinen Bevölkerung ein neutrales Herangehen an die Thematik erwartet werden könne. Ein Grund zur Schließung von Wohnungsbordellen ist das allerdings nicht, denn dies ist eindeutig eine Form der Diskriminierung. Wenn Kosmetiker zuhause ein Studio eröffnen dürfen, Ärzte eine Praxis, Steuerberater ein Heimbüro - dann sollte dieses Recht für alle Berufstätigen gelten.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Hier der letzte Teil der Artikel-Serie “Jugendliche und Sexualität”.

Von “Banalisierung” des Sex ist die Rede. Kein Wunder - Sex ist überall und Anstandsdamen gibt es schon lange nicht mehr. Eltern verbieten ihn nicht und “verrucht” ist er auch nicht mehr wirklich. Vor Allem das Internet bietet verschiedene Möglichkeiten, gerade für sehr junge Teenager, sich mit Sex vertraut zu machen. Erotische Webcam-Fotos von sich oder anderen angucken gilt dabei schon fast als langweilig. Groß geschrieben wird “CS” - Cybersex, bei dem beide Chatter im Chatfenster beschreiben, wie sie einander ausziehen und danach Geschlechtsverkehr haben. Und da es nur Worte sind fehlen natürlich auch Hemmungen. Abenteuerliche Praktiken werden virtuell durchexerziert und was im Internet so einfach ist, kann doch im “echten Leben” auch nicht verkehrt sein, so erscheint es den Jugendlichen.

Interviews und Umfragen zeigen, dass die Teenies in Sexfilmen nach einer Art “Gebrauchsanweisung” suchen. Wo sind erogene Zonen, was macht Spaß, wie funktionieren auch abenteuerliche Stellungen oder Praktiken für “Fortgeschrittene”?  Hauptsache den anderen in nichts nachstehen. 


Alles Porno oder was? Teil 2 einer sehr interessanten Reportage zur Thematik.

Natürlich wäre es jetzt einfach entsetzt und schockiert zu sein, den Kopf zu schütteln und sich entgeistert zu fragen, wo das alles mal enden sollen, wenn die Moral so verfällt. Eine richtige Antwort gibt es darauf nicht. Stattdessen den Fakt, dass die Zukunftsträume der meisten Jugendlichen eher spießig sind - sie wünschen sich ein Häuschen im Grünen, eigene Kinder, ein hübsches Auto vor der Tür, die große Liebe. Auch wenn das beinahe schon schizophren anmutet.

Was können Eltern tun? Nicht viel, denn die meisten Jugendlichen geben an, mit ihren Eltern selten bis nie über Sex zu sprechen. Was also bleibt, ist offen zu sein für Dinge, die die Teenies besprechen wollen - bedrängen sollte man sie jedoch nicht. Abgeklärte Jugend, ein Klischee, das im Großen und Ganzen (leider?) der Wahrheit entspricht.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Auch wenn es von dieser Regel natürlich wieder die obligatorischen Ausnahmen gibt - im Regelfall haben Frauen Schwierigkeiten, Körperliches und Emotionales zu trennen, während Männer das offenbar ohne jedwede Schwierigkeiten können.
Glücklich verheiratete Frauen die fremdgehen sind selten, ein glücklich in einer Partnerschaft lebender Mann der fremdgeht dagegen weniger. Wird im Laufe einer Affäre klar, dass die Beziehung immer auf körperlicher Ebene bleiben wird, steigen die meisten Frauen aus der Sache aus - Männer dagegen hätten damit nicht zwangsweise ein Problem. Wie kommt das?

Die Aufteilung des männlichen Gehirns ermöglicht es ihm, beides voneinander zu unterscheiden und sich getrennt mit diesen Komponenten zu beschäftigen. Bei der Frau gibt es zwischen dem “Liebes-” und dem “Sexzentrum” dagegen viele neuronale Verbindungen. Für sie ist beides im Regelfall nicht voneinander trennbar. Während für einen Mann nach einem Seitensprung der Kommentar “Es war doch nur körperlich, sie hat mir nichts bedeutet” nicht nur der Wahrheit entspricht, sondern auch einleuchtend erscheint, fühlt eine Frau sich an dieser Stelle veralbert und kann diese Erklärung oftmals nicht akzeptieren oder auch nur verstehen.

Liebe und Sex © mando2003us / flickr.com

Dabei geht es einer Frau meist nicht mal um die Tatsache, dass der Mann rein physisch Sex mit einem anderen Menschen hatte, sondern um die Verletzung der emotionalen Beziehung zu ihr. Sagt eine Frau nach einer Affäre, es habe nichts bedeutet und sei nur körperlich gewesen, lügt sie im Übrigen mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Die meisten Männer finden den Ausdruck “Liebe machen” übrigens lächerlich und würden ihn nie verwenden. Mitunter einfach auch, weil sie nicht immer nur “Liebe machen” wollen, sondern gern auch mal einfach nur “Sex” mit der Partnerin haben (was beim Mann eben wirklich den rein körperlichen Akt meint). Viele Frauen hingegen haben Probleme damit, wenn sie von ihrem eigenen Intimleben erzählen, von “Sex” zu sprechen, weil es ihnen falsch vorkommt.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Hier nun die Fortsetzung zum Thema Jugendliche und Sex.

Umfragen und Interviews zeigen es immer wieder - Sex ist für unsere Jugendlichen einfach nichts Besonderes mehr. Man tut es eben, “ist doch nichts dabei”. Warum ist das so? Hauptsächlich möchten Jugendliche heute früh reif und erwachsen sein. Und was macht erwachsener als Alkohol, Sex und Rauchen? Tun die ganzen Erwachsenen im Fernsehen schließlich auch.

Wirklich überraschend ist es unter diesen Umständen wirklich nicht, dass schon mehr als die Hälfte aller 16-Jährigen bereits das “erste Mal” hinter sich hat. Und wo die Grenze ist, lässt sich auch als Elternteil schlecht einschätzen. Abends mit der Tochter fernzusehen, da ist doch nichts dabei. Wenn dann allerdings die Lieblings-Serie der Kleinen, Sex and the City, läuft, in der vier erwachsene Frauen bei ihren erotischen Abenteuern und Erlebnissen begleitet werden, geschaut wird - ist das dann schon zuviel?

“Hallo Beraterteam. Mein Freund hat gesagt, wir sollen doch Analverkehr machen. Wir haben uns für nächste Woche verabredet, und ich habe Angst, dass ich was falsch mache. Bitte sagt mir, was ich tun muss”, mailt eine 13-Jährige an ein Beraterteam  in einem Internetforum. Woher diese Hemmungslosigkeit kommt, Erklärungsansätze haben wir bereits besprochen. Auch Vorbilder spielen hierbei sicherlich eine große Rolle. In vielen Liedern der von Teenies heiß vergötterten Musikern geht es knallhart um das Eine - “Du weißt, ich schlage sie, ficke sie, liebe sie, verlasse sie, weil ich sie verdammt noch mal nicht brauche”, rappt zum Beispiel Jay-Z. Kein Grund Jay-Z zu verteufeln, der Mann ist bei Weitem nicht der Einzige.

Der dritte und letzte Teil dieses kleinen Exkurses findet sich hier.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Morgens in der U-Bahn - das Nachrichten-Fenster lässt sich über Zügellosigkeit im Bett bei Teenagern aus, ein paar zwölfjährige Mädchen betiteln sich gegenseitig in jedem Satz als “Du Schlampe” und zwei Teenie-Mädchen züngeln ungehemmt auf ihrem Sitzplatz. Über unseren “Nachwuchs” kann man viel sagen, verklemmt ist er nicht. Vorbei die Zeiten von Keuschheit bis nach der Ehe, schüchternen Küssen und Herzrasen beim Händchenhalten. Stattdessen geht es zu wie in jedem Porno, den man im Internet auf einschlägigen Seiten aufrufen kann - Gruppensex, gleichgeschlechtliche Liebe, “poppen bis der Arzt kommt” und Sexualpartner, die schneller wechseln als die Jahreszeiten. Soweit die landläufige Meinung.

Was ist dran? Fakt ist, der Aufklärung kann heute gar nicht mehr entkommen werden. War früher der Schulunterricht noch das Einzige, was über Erotik und Sex informierte, strotzt der Markt heutzutage nur vor Magazinen, Filmen und Serien, die genau das thematisieren. Soaps gehen im frühen Abendprogramm teils recht unbefangen mit der Thematik um und auch sonst ist es nicht schwierig, an Pornos zu kommen, die dann locker auf dem Schulhof ausgetauscht werden können. Zwei Drittel der Jugendlichen halten sie zwar für unrealistisch, aber gerade Jungen fühlen sich von solchen sexuellen Darstellungen angesprochen.

Wenn es so einfach ist, “Anschauungsmaterial” zu besorgen, ist auch die Neugierde nur schwer zu bändigen. Dann gibt es in der Schule natürlich immer die, die bereits hatten und lautstark ihre Erfahrungen herumposaunen und den Teenager damit unter Druck setzen - man will den anderen ja nicht zwangsweise in etwas nachstehen. Findet man dann noch einen willigen Komplizen steht dem freudigen Experimentieren nichts mehr im Weg.

Weiter geht es in Teil 2.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

“Italiener. Italiener sind tolle Liebhaber und haben ständig Sex. Nachteil ist dabei nur, dass sie einen sehr kleinen Penis haben und super behaart sind.”
Soweit die landläufige Meinung. Wider- oder belegen wir diese und andere interessante Kleinigkeiten rund um Sex und den italienischen Landsmann doch mal.

=> “Italienisch”. Das ist auch der Name einer Sexualpraktik. Der Mann “dringt” dabei in die Achselhöhle ein. Warum das gerade “italienisch” heißt, ist nicht definitiv belegt. Man vermutet allerdings, dass es mit der früheren strengen Religiösität im Lande zusammenhängt - Frauen sollten als Jungfrau in die Ehe gehen. Mit dieser “Sexpraktik” konnten naive Dinger ihrem Partner Lust bereiten ohne sich selbst “entehren” zu lassen.

=> Eine Studie belegt, dass an den Italienern nicht soviel dran ist wie an ihrem Ruf. Nur zwei Prozent geben an, täglich Sex zu haben und nicht einmal ein Viertel der Befragten halten sich für gute Liebhaber, geschweige denn “sexy. Also nach außen hin große Klappe und insgeheim von Selbstzweifeln geplagt?

=> Glücklich sind sie dabei aber trotzdem. Eine andere europaweite Studie ergab, dass zwei Drittel der befragten Italiener ihr Sexualleben als “zufriedenstellend / befriedigend” einstufen würde. Damit wäre Italien Spitzenreiter in Europa, noch vor uns Deutschen, wo nur 55 Prozent dasselbe von sich behaupten konnten.


Und dann klingt die Sprache auch noch so schön…

=> Wie entsteht nun das Klischee vom italienischen Casanova? Ambiente ist das Zauberwort. In Italien herrscht warmes Klima mit wundervollen Sonnenauf- und -untergängen, das Essen ist angenehm und köstlich und das Land verbreitet ein permanentes Urlaubs-Feeling. Wenn da nun auch noch ein freundlicher Italiener von “amore” und ähnlichem säuselt - wem würde da nicht das Herz höher schlagen?

=> Der Italiener hat einen kleinen Penis? Sehr falsch gedacht. Im Vergleich steht Italien bei der Durchschnittslänge des männlichen Penis auf Platz 2 nach Frankreich!Mit 15,1 cm kann sich der Otto-Normal-Italo rühmen. In Frankreich sind es 16, bei uns Deutschen 14,7 cm. Trauriges Schlusslicht ist Südkorea - da sind 9,6 cm Durchschnitt.


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...

Ein weiteres Bilderbuch-Klischee, das in die Köpfe der Menschen eingebrannt ist: Das Wort “Gogo-Tänzer/in” fällt und sofort tauchen Bilder von verrauchten Clubs, Stangen und barbusigen Mädchen vor dem inneren Auge auf.

Klar. Gogo-Tänzer ist ein anderes Wort für Stripper. Oder aber meint eine Frau, die erst leicht bekleidet bis nackt für einen tanzt und dann für ein bisschen Geld Schweinereien hinter verschlossenen Türen anbietet. Oder so ähnlich. So ganz genau weiß meistens keiner, was es nun ist, aber definitiv was, was mit Sex zu tun hat.

Absoluter Blödsinn. Wer sich auf dem Gebiet ein bisschen besser auskennt weiß, dass das eine mit dem anderen überhaupt nichts zu tun hat. Stripper haben die Aufgabe, sich auf möglichst ansehnliche Art und Weise auszuziehen, vorwiegend in Nachtlokalen und für Geld. Hierbei soll hauptsächlich das exhibitionistische Verlangen des Zuschauers gestillt werden.


Ein Amateur-Video von einer Gogo-Tänzerin

Was sind nun Gogo-Tänzer? Sie haben eine komplett andere Aufgabe, sie sollen die Stimmung in der Disco / der Bar / auf der Party anheizen und die Gäste zum Tanzen animieren. Sie tanzen in der Regel auf gut einsehbaren Plätzen wie Podesten, Lautsprecherboxen oder sogar in aufgehängten Käfigen. Gogo-Tänzer sind selbstverständlich auch oft in kurzen Röcken oder anderen sexy Outfits zu sehen - diese ziehen sie aber nicht aus. Generell sollen die Outfits gut und sexy aussehen, es wird aber in der Regel streng darauf geachtet, dass nichts Billiges oder Obszönes daran ist. Die Randgruppe der Topless-Gogos, das sind Gogo-Tänzer, die oben ohne tanzen, ist bei professionellen Gogos verpönt.

Fassen wir zusammen: Gogos sind Vortänzer bzw. Animateure und sollen für Stimmung sorgen, sind also keine nackten Frauen, die sich rhythmisch zur Musik bewegen. Stripper sollen sich auf erotische Art und Weise ausziehen und damit voyeuristische Neigungen der Zuschauer befriedigen. Alles klar?


1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading ... Loading ...