Er ist einer der beliebtesten Comedians Deutschlands - Mario Barth.
Bekannt ist er für seinen unerschöpflichen Fundus an humorigen Witzen und Sprüchen über Männer, Frauen und Beziehungen zwischen den Geschlechtern.
Dabei spielt er gekonnt mit den gängigsten Klischees und trifft den Nerv vieler Deutscher. Mit seiner Tournee als Comedy-Star gibt sich Barth allerdings nicht zufrieden - am 18. März will er seinen derzeitigen Erfolg mit Männersache in den Kinos fortsetzten. Drehbuch schrieben er und Dieter Tappert alias Paul Panzer.
Der Plot ist simpel. Zoohandlungsmitarbeiter Paul (Mario Barth) träumt von einer Karriere als Komiker, hat aber bisher keinen nennenswerten Erfolg damit. Gut, wenn man in solchen Situationen einen Freund hat! Hotte (Paul Panzer) und Paul sind schon lange dicke Kumpels. Als Paul eines Tages anfängt Witzchen über das Beziehungsleben von Hotte und seiner Freundin Susi (gespielt von Anja Kling) zu machen, trifft er damit voll ins Schwarze. Sein Publikum liegt vor Lachen heulend am Boden, wenn Paul über endlose Shopping-Touren der Frau und andere mehr oder weniger alltägliche Beziehungssituationen witzelt. Alles andere als lustig finden das Hotte und Susi. Paul muss sich also entscheiden - versaut er es sich mit seinem Kumpel oder opfert er die Freundschaft für seinen Traum, Comedian zu werden?
Für diesen sicher über und über mit Klischees behafteten Film haben sich außerdem ein paar weitere Prominente die Ehre gegeben. Mitunter haben nämlich Leander Haußmann, Jürgen Vogel oder der mittlerweile maskenlose Rapper Sido Gastauftritte. Ein Film, der wahrscheinlich deutschlandweit für Heiterkeit und Gesprächsstoff sorgen wird.
„Warum haben die Ostfriesen einen platten Hinterkopf? Weil ihnen beim Wassertrinken immer der Klodeckel auf den Kopf fällt!“ Bekanntheit hat die kleine Volksgruppe aus dem Norden Deutschlands nicht zuletzt durch die allgegenwärteigen Ostfriesenwitze gewonnen. Otto Waalkes und Karl Dall sind ihre wohl prominentesten Angehörigen und tragen zu dem Image tragend bei.
Hartnäckig hält sich das Klischee, Ostfriesen seien dümmlich und langsam. Doch wo findet es seinen Ursprung?
In einer Nachbarregion Ostfrieslands, im Ammerland, gab es in den sechziger Jahren eine Schülerzeitschrift, die sich satirisch dem „Homo ostfrisiensis“ widmete. Hier wurde diese Spezies eben als unbeholfen und dumm charakterisiert, wohl hauptsächlich, um die ostfriesischen Mitschüler zu necken. Diese Artikelserie gilt sogar als Anfang aller Ostfriesenwitze!
War die Erotik in der Sprache der ostfriesischen Nachbarn Auslöser genug für solche Charakterisierungen? Oder waren es vielleicht sogar Attribute, die bei den eigenen Leuten beobachtet und um von dieser Misere abzulenken den anderen zugeschrieben wurden? Des Pudels Kern wird sich uns wohl nie entblößen. weiterlesen »
In den letzten Jahren nahm ein Begriff dank medialer Anpreisung unglaublich an medialer Bekanntheit zu - “Burnout”. Von Anfang an tauchten in diesem Zusammenhang besonders häufig der Beruf der Lehrkräfte als Beispiel auf. Das Klischee ist an dieser Stelle nicht an den Haaren herbei gezogen.
Wie die Morgenpost berichtete, sind allein in Berlin rund 1000 Lehrkräfte dauerhaft als krank gemeldet, was doch beachtliche vier Prozent der Gesamtlehrerschaft ausmacht. Zur Folge hat das logischerweise oftmals Ausfall der Stunden für die Schüler. Was die meisten Kinder natürlich freut (ausschlafen / früher nach Hause / mit Freunden quatschen…) ist statistisch gesehen alles andere als erfreulich. Im Schuljahr 06/07 fielen in Berlin insgesamt 13.800 Stunden aus, das sind 2,6 Prozent des gesamten Unterrichts dieses Jahres.
Ein informativer Bericht über Lehrer in Sachsen.
Woran liegt das? Sind Lehrer einfach faul? Immerhin haben sie soviel Urlaub wie keine andere Berufsklasse, denkt man. Die Landesbeauftragte des Bundes Deutscher Psychologen, Anita Schindler, erklärt sich das wiefolgt: “Alle wissenschaftlichen Studien zum Thema belegen: Vollzeitlehrer haben wöchentliche Arbeitszeiten von 50 Stunden und sind steigenden Belastungen ausgesetzt.” Sie hält dagegen den vermehrten Einsatz von Schulpsychologen für die Lösung des Problems, denn momentan gäbe es davon zu wenig. Solche Psychologen könnten helfen, Burnouts vorzubeugen und unterstützend einwirken, sobald die Lehrkräfte Anzeichen von Depressionen zeigen.
Bleibt nur zu hoffen, dass die Situation sich bald entspannt. Denn so schön es für Schüler sicher ist, mal ausschlafen zu können und ein oder zwei Stunden eher Schluss zu haben - letztendlich geht mit jeder ausgefallenen Unterrichtseinheit doch immer auch ein Stückchen Bildung verloren.
Gleichberechtigung ist heutzutage ja in aller Munde. Frauen dürfen die gleichen Jobs machen wie Männer und machen jetzt Karriere, der “Herr des Hauses” hilft jetzt in gleichem Maße wie sein Frauchen mit, eben jenes sauber zu halten.
Die Vorwerk-Familienstudie dieses Jahres strafte zumindest letztere Behauptung Lügen - nur jeder 3. Mann hilft seiner Lebensgefährtin beim PUtzen, Waschen oder der Kindererziehung. 68% der Väter gaben an, wenig bis gar nichts im Haushalt zu machen. 51% reden sich damit heraus, aus beruflichen Gründen keine Zeit für so etwas zu haben. 22% ruhen sich auf der Erklärung aus, die Partnerin könne das ja eh viel besser. 10% waren immerhin ehrlich genug um zuzugeben, dass sie sich schlicht und ergreifend drücken.
Eine traurige Bilanz. Und das, obwohl 69% der Ehefrauen ebenfalls arbeiten gehen. Ist es da überraschend, dass 81% der Muttis die Hausarbeit als Belastung empfinden und es, nach ihren Angaben, schon in 33% der Ehen deswegen zu ernsten Krisen kam? Im Vergleich verbringen voll berufstätige deutsche Väter auch wesentlich weniger Zeit mit dem Nachwuchs als voll berufstätige Mütter.
Altbackene Traditionen sind offenbar schwer abzulegen. Und meine Herren, mal ehrlich, natürlich sind Staubsaugen, Wäsche waschen und Bad / Küche / etc. putzen zum Teil nervtötende, anstrengende und langweilige Aufgaben, aber Ihre Partnerin wird es vermutlich auch nicht viel lieber erledigen als Sie. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Hoffen wir für die Mütter der kommenden Generationen, dass die Gleichberechtigung in deutschen Haushalten etwas mehr Einzug hält.
So sehr man auch meinen sollte, dass nach über 15 Jahren Mauerfall keiner mehr nach den alten Wessi- und Ossi-Kamellen kräht, so ist das doch oftmals noch reine Utopie. Es gibt, leider, noch viel zu viele Menschen die leidenschaftlich auf diesen Klischees herumtrampeln. Widerlegen muss man sie nicht, denn Menschen sind überall nur Menschen. Dass rein tariflich die Bezahlung in den westlichen Bundesländern oftmals noch höher ist, als in der “Ost-Tarifzone” ist schade und wird hoffentlich sehr bald komplett abgeschafft.
Aber hier die gängigsten Ost-West-Klischees. Von früher und heute.
Der Wessi:
- er trägt schicke Klamotten (es wird sich da beispielsweise ein Anzug vorgestellt oder ein spießig um die behemdeten Schultern geworfener Pullover)
- er redet viel, weil er sich für den Klügsten hält
- er ist herablassend bzw. arrogant und sieht auf die “armen Ostler” herab
- er ist generell wohlhabend
- er ist steif (”hat einen Stock im Arsch”) und nicht lustig
Eine nicht ganz ernst gemeinte Auseinandersetzung mit der Thematik
Der Ossi:
- Hochdeutsch? Kann er nicht. Vorzeige-Ossis sind die Ölapalöma-Boys etc. Ergo Amtssprache des Ossis ist Sächsisch.
- er fährt einen Trabbi oder eine ähnlich bemitleidenswerte Entschuldigung für das, was der Wessi ein “richtiges Auto” nennen würde
- er futtert den lieben langen Tag Spreewald-Gurken, oder alternativ Broiler oder Soljanka
- irgendwie sieht er geistig minderbemittelt aus (gerne mit dicker Hornbrille)
- der Kleidungs-Stil ist katastrophal (muffige riechende Kleider, “Opa-Klamotten”)
Dies sorgt vermutlich, hoffentlich, für kollektives Kopfschütteln. Auch in Bayern / Köln wird Dialekt gesprochen, auch in den neuen Bundesländern gibt es Leute ohne Humor. Auch wenn es wahrscheinlich noch eine ganze Weile dauern wird - hoffen wir, dass das Thema eines Tages vom Tisch ist. Denn es ist typisch doof.
Wer an Schwule und Lesben denkt, hat doch gerne das Bild von ausschweifenden Partys in Swinger-Clubs vor Augen oder anderen sexuellen Porno-Fantasien. Dass das nicht der Realität entspricht, wird jetzt niemanden überraschen.
Zumindest gilt das für Berlin. Seit dem August des Jahres 2001 ließen sich in der deutschen Hauptstadt nämlich schon 3528 homosexuelle Paare trauen, berichtete der Berliner Kurier am 5. August. Die “Homo-Ehe” ist offenbar Alltag und nicht sensationelle Ausnahme. Nichts also mit Sex-Partys, auch in gleichgeschlechtlichen Schlafzimmern herrscht Monogamie. Pro Jahr lassen sich in Berlin rund 500 gleichgeschlechtliche Paare zu Ehepartnern erklären. Im Detail sind das 2513 schwule und 1015 lesbische Liebespaare. Geschieden wurden bisher lediglich 191 dieser Ehen. Ob Hetero-Paare auch so eine hübsche Statistik aufzuweisen hätten?
Offiziell heißt die “Homo-Ehe” übrigens Lebenspartnerschaftsgesetz und ist am 1. August 2001 in Deutschland inkraft getreten. Die Daten von 2001 bis 2005 für andere Bundesländer außer Berlin lassen sich bei Wikipedia nachlesen. Übrigens gibt es gerade was Steuern und Adoption anbelangt noch merkliche rechtliche Unterschiede zwischen der homosexuellen und der Hetero-Ehe. Politiker der Grünen sind dafür, dass diese rechtlichen Ungleichheiten endlich aufgehoben werden.
Mal sehen, wo das noch hinführt. Im Übrigen wohnen die heiratsfreudigsten gleichgeschlechtlichen Paare in Tempelhof-Schöneberg. Dort ließen sich in den letzten sieben Jahren die meisten Paare, nämlich 655, trauen.
Die Jugend von heute? Sind doch alles bloß noch versiffte Idioten. Die fangen mit zehn Jahren das Rauchen an, weil sie cool sein müssen in ihren tollen Cliquen, kurz darauf folgt die Sauferei und mit zwölf haben sie dann schon den halben Bekanntenkreis im Bett gehabt.
Viele empörte ältere Generationen, vor Allem fassungslose Senioren, haben dieses oder doch zumindest ein ähnliches Bild von den deutschen Jugendlichen. Was die Trinkerei und die Intim-Eskapaden betrifft - es werden Beiträge dazu folgen. Heute allerdings schauen wir uns die Thematik “Rauchen” an.
Was sind nun also die Fakten?
1. Ein Drittel aller deutschen Jugendlichen ist Raucher. International gesehen nimmt Deutschland damit eine Spitzenposition ein.
2. 12% der männlichen Raucher zwischen Klassenstufe 7 und 13 greift bereits fünf Minuten nach dem Aufstehen zum ersten Glimmstengel. Hierbei handelt es sich um ein eindeutiges Sucht-Symptom.
3. Laut einer Studie neigen rauchende Teenager fünfmal häufiger zum “Komasaufen” als ihre rauchfreien Altersgenossen.
4. 18,8% der Jungen und 13% der Mädchen rauchen täglich, gelegentlich sind es 8,1 beziehungsweise 11,1%.
Soweit zu den Zahlen. Was für Gründe haben Jugendliche um zu rauchen? Neben Gruppenzwang, der angeblich empfundenen “Beruhigung” und Neugierde sticht vor Allem bei weiblichen Teenagern ein bestimmter Grund hervor. 42% der rauchenden Mädchen geben an, nur zu rauchen um nicht zuzunehmen. Statt zu essen zünden sie sich einfach ihr Kippchen an.
Ein ernüchternder Einblick. An dieser Stelle kann man nur froh sein, dass viele Clubs und Bars bereits das Rauchverbot durchgesetzt haben. Möglicherweise wird so wenigstens der Grund “Rauchen aus Gruppenzwang” bei Ausgeh-Abenden ein wenig eingeschränkt.
Wir hassen Juden. Wir hassen Ausländer. Hitler ist unser großes Vorbild und wir lieben ihn immer noch. Krieg ist prima und wir würden heutzutage, wenn wir dürften, jederzeit wieder Juden töten.
Das ist das gängige und supertraurige Klischee, das vor allem unter Jugendlichen im Ausland über Deutsche herrscht. Rassismus, Nationalsozialismus - typisch Deutsch halt.
Dennis Gansels neuer Film “Die Welle“ beschäftigt sich mit dieser Thematik. “Wir Deutschen” distanzieren uns heute gerne von den Geschehnissen im Dritten Reich. Das könne heute nicht mehr passieren, wir sind viel zu aufgeklärt. Denken in Gansels Film auch die Schüler einer recht gut betuchten Kleinstadt. Lehrer Wenge (Jürgen Vogel) will dem durch ein Experiment auf den Grund gehen. Er fördert die Disziplin in seiner Klasse, macht sich selbst zur Leitfigur. Die Schüler reagieren außerordentlich positiv, sind begeistert dabei und kommen bereits kurze Zeit später in einheitlichem weißen Hemd zur Schule um ihre Zugehörigkeit zur Gruppe “Die Welle” zu demonstrieren. Was anfangs noch wie eine prima Sache aussieht, die den Lernerfolg und das Miteinander positiv beeinflusst, entwickelt schnell gruselige Züge. Außenseiter werden gedrängt, beizutreten; das Welle-Logo wird in der Stadt an Wände gesprüht; Feinde der Welle bekommen blanken Hass zu spüren. Wenge bricht das Experiment ab, indem er seinen Schülern vor Augen führt, wie weit eine derartige Gruppendynamik und Ideologie einen treibt. Die Auflösung der Welle sorgt für Ernüchterung und Verzweiflung - ein besonders labiler Schüler zieht eine Waffe und erschießt sich selbst.
Trailer zu Gansels “Die Welle”
Ein mitreißender Film, der Gänsehaut macht und natürlich wieder für wissendes Nicken sorgt. Klar. Die Deutschen können einfach nicht anders, wa? Interessant vor diesem Kommentar wäre die Information, dass das ursprüngliche Experiment mit dem Titel “The third Wave” von einem Lehrer namens Ron Jones 1967 in Kalifornien durchgeführt wurde. Alle “Die Welle“-Verfilmungen basieren auf diesem realen Vorfall, der glücklicherweise im Gegensatz zum neuen Film nicht mit einem Toten endete.
Übrigens ging letzten Sommer die Nachricht durch die Medien, das ein ähnliches Experiment an einer texanischen Schule aus dem Ruder lief.
Man sollte daraus schließen, dass Rassismus eben nicht einfach typisch deutsch ist und auch nicht immer nur “Judenhass” oder “Ausländerfeindlichkeit” bedeutet. Rassismus ist etwas, das in jedem von uns steckt und genau dann anfängt, wenn wir uns selbst, aus welchem Grund auch immer, für besser oder wertvoller als andere Menschen halten.
Im Ernst. Wer von Ihnen hat noch nicht zum eigenen Vorteil mit einem Klischee gespielt? Welche Frau unter Ihnen hat noch nie absichtlich “geschwächelt” um einen Mann zum Tragen der eigenen Taschen zu überreden? Welcher Mann hat noch nie Ungeschicklichkeit im Haushalt vorgetäuscht, um lästigen Pflichten zu entkommen?
Welcher Farbige kämpft freiwillig und offenherzig gegen das Klischee des “gut ausgestatteten Schwarzen”? Welcher Italiener ist beleidigt über die allgemeine Annahme, dass aus Italien das beste Eis und großartige Pizza käme? Keiner, genau.
Tatsächlich neigt doch jeder unter uns dazu, positive Klischees gern unverleugnet auf sich beruhen zu lassen und über jedes Negativ-Klischee regelmäßig genervt zu schimpfen.
Deutsche sind humorlos, tragen nur Lederhosen und Dirndl und tanzen scheiße. - “So eine Gemeinheit, primitive Idioten, immer diese blöden Klischees!”
Deutsche sind fleißig, vorbildlich pünktlich und machen gute Produkte. “… *zustimmendes Schweigen*”
Wer klug ist, nimmt beide Arten von Vorurteilen einfach hin. Die Meinung jedes Fremden kann man sowieso nicht ändern und alle die sich die Mühe machen, einen persönlich kennenzulernen, sehen früh genug, was wirklich hinter dem Image steckt.
Aber mal ehrlich, es macht doch auch Spaß, mit Klischees zu spielen. Vor allem bei der Partnerwahl. Ein unschuldiges Augenklimpern, ein wenig Verletzlichkeit , hübsches Make-Up und ein netter Ausschnitt - natürlich entspricht keine Frau rund um die Uhr diesem Klischee. Sobald sie es aber tut, und das doch meist bewusst, wird der Beschützerinstinkt des Mannes wesentlich stärker angesprochen. Die Flirt-Chancen steigen.
Umgekehrt gilt dasselbe für Männer. Sobald sie so tun, als ob sie finanziell gut dastünden (Frau zum Essen einladen; gut gekleidet auftreten usw.) fliegen ihnen leichter die weiblichen Herzen zu. Und das nicht, weil die Frau von Natur aus geldgierig ist, sondern weil sie von Natur aus einen Versorger sucht, der sie und den eventuellen Nachwuchs durchfüttern kann. Und wenn der Mann nicht nach Geld aussieht, dann springen Damen auf Muskeln, Drei-Tage-Bärte oder leiche Verschwitztheit an - so ein Mann könnte sie schließlich vor Gefahren schützen, bei dem kann man sich sicher fühlen.
Wie man sieht, kann man mit etwas Intelligenz auch für sein persönliches Glück viel herausholen, wenn man nur ein wenig mit Klischees spielt.
Übrigens hier ein paar weitere Klischees, gegen die sicher keiner der Gemeinten protestieren würde: Franzosen sind gute Liebhaber, Latino-Frauen sind leidenschaftlich und umwerfend im Bett, Japaner zeichnen die schönsten Comics, Boxer aus den Ostblock-Staaten sind die besten, Großmütter kochen fantastisch.
Habt ihr euch jemals gefragt, was man eigentlich außerhalb unserer Grenze über die Deutschen denkt? Wofür Deutschland bekannt ist, ganz unbeschönigt?
Allgemein wird Deutschland gerne auf Bayern reduziert. In den USA zum Beispiel denkt man bei “Germany” an Lederhosen, Bier und Bratwurst. Des Weiteren rasieren die deutschen Frauen sich nicht unter den Armen und ganz generell riechen
wir unangenehm nach Schweiß.
Jugendliche nennen uns Deutsche gerne mit etwas abfälligem Unterton “Krauts”. (Anspielung auf das in Deutschland so gern gegessene Sauerkraut, das ebenfalls von vielem mit unserem Land verbunden wird.)
Was für Eigenschaften schreibt man uns in anderen Ländern zu?
Zu allererst die gute alte Pünktlichkeit. “Der Deutsche kommt lieber eine halbe Stunde zu früh, als 5 Minuten zu spät”, heißt es. Darüber hinaus verstehen wir keinen Spaß, saufen im Urlaub bis zum Umfallen und sind genauso schlimme Touristen wie die Engländer, da wir noch vor Sonnenaufgang die Liegen am Pool reservieren. Außerdem sind wir streitsüchtig, immer sofort beleidigt und haben wenig Sex. Besonders schön: Deutsche tanzen auch noch schlecht.
Wir haben komische, religiöse Feiertage und ein gutes Verkehrssystem. Darüber hinaus schreibt man uns Egoismus, Verbissenheit, aber auch Fleiß zu. “Made in Germany” steht im Ausland allgemein für gute Qualität (hey, hey!).
Deutsche Männer haben einen Bierbauch und tragen Sandalen und weiße Socken und, das Traurigste, - Deutschland wird immer noch nahezu sofort mit “Hitler” assoziiert.
Diese Klischees herrschen hauptsächlich in den USA, Polen und allgemein in kleineren Dörfern und Gemeinden. Ich möchte den Leser bitten, sich nicht auf den Schlips getreten zu fühlen. Klischees gibt es über jedes Volk zuhauf. Und wir werden hier bestimmt das ein oder andere Deutschen-Klischee noch genauer unter die Lupe nehmen. ![]()