Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


Der Traum jedes zweiten kleinen Jungen ist seit jeher, später einmal Polizist zu werden. (Alternativ auch Feuerwehrmann, aber das Thema hatten wir bereits.) Der Polizist ist immer nett und freundlich und hilft, wo er kann. Das ist schon Grund genug. Hält der Berufswunsch Polizist länger an, steht meistens nicht mehr der liebe, gute Polizist, der den Kindern über die Straße hilft, im Zentrum der Vorstellung.

Sondern? Welches Bild existiert in den Köpfen?

Fernsehserien suggerieren das Bild des gestandenen Mannes (oder seit neuestem auch der toughen Frau), der (bzw. die) sich wahnwitzige Verfolgungsjagden liefert, Autos explodieren dabei und das Ganze endet mit einem Schusswechsel. Der Polizeibeamte kommt mit heiler Haut oder im Ausnahmefall einer kleineren Verletzung davon und überwältigt schlussendlich den Verbrecher. Abends wartet dann ein gutes Essen oder ein schönes kaltes Bier auf den ermüdeten Ritter für Recht und Ordnung.

Polizeieinsatz in der Nacht © -bast- / flickr.com

Dass wir es hier mit einem recht lebensfernen Klischee über den Beruf “Polizist” zu tun haben, ist offensichtlich. Wie allerdings geht es denn wirklich ab?
Da eben nicht jeder Polizist bei der Mordkommission ist, ist der Alltag doch eher unspektakulär: Es werden Gurt- und Alkoholkontrollen beim Autofahrer durchgeführt, Verkehrsunfälle aufgenommen und von Bürgern gestellte Anzeigen bearbeitet bzw. entgegengenommen. “Wilde Verfolgungsjagden und explodierende Autos” seien alles andere als Job-Bestandteil.

Gerade bei der Berufswahl sollte man das auch nicht aus den Augen verlieren. Das Fernsehen dient zur Unterhaltung des Zuschauers, bei ihm soll Spannung und Interesse erzeugt werden. Der reale Beruf ist für das Erledigen von Aufgaben da. Und die bestehen eben nicht tagein tagaus aus der Jagd von Drogenbossen oder der Aufdeckung großer krimineller Machenschaften.


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Es ist Wochenende und die beiden Geschlechter bereiten sich vor, auf die Piste zu gehen. Suchen beide Seiten nach Nähe und Zärtlichkeit oder vor allem die Männer?

Bei den Jungs ist das oftmals das erklärte Ziel, eine abzuschleppen. Was typisch Mann sein soll. Nach dieser Devise “Sex ist etwas, was Frauen haben und Männer wollen”, sind es die Frauen, die jederzeit Sex haben könnten - aber nicht unbedingt wollen.

Hinterher-Schauen © Flickr /Chrys OmoriWollen Männer unbedingt Sex oder sind sie, genau wie das Klischee der typischen Frauen, auf der Suche nach dem einen, wahren, auserwählten Partner fürs Leben? Dabei geht es gar nicht um die Definition von Zärtlichkeit.

Aus meiner Erfahrung lässt sich weder das Eine noch das Andere bestätigen - das ist eben individuell verschieden. Aber im Gesamtgesellschaftlichen Prozess und vermutlich bedingt durch die Sozialisation, sind Frauen in der Regel eher zurückhaltender.

Viele verweisen hier auf die Biologie, weil Männer ja noch im hohen Alter fähig sind, ihr Sperma durch die Welt zu verteilen und außerdem die Möglichkeit haben, mehrere Frauen zu schwängern. Aber davon mal abgesehen, sind Frauen einfach so erzogen, die wahre Liebe zu finden.

Männer hingegen sind in der Art sozialisiert, dass sie die Macher, die Checker und vor allem die Stecher sein sollen. Was viele Frauen nicht gerade abtörnt. Auch wenn das Sprichwort lautet: “Ein Gentleman genießt und schweigt”, so ist doch bekannt dass Männer mit ihren Errungenschaften herumprotzen. Frauen machen das eher dezent im kleinen Kreis, aber eine Form von Angeben ist das trotzdem.

Auch beim Fremdgehen nehmen sich die beiden Geschlechter sich nichts. Das ergeben die Statistiken immer wieder und auch entsprechende Websites zeugen davon. Aber aus Gesamt-gesellschaftlicher-Sicht, kann ich meine These “Sex ist etwas, was Frauen haben und Männer wollen” durchaus bestätigen.


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Der Lebensstil der Franzosen wurde schon desöfteren hoch gelobt. “Essen wie Gott in Frankreich” oder der Ausdruck “Haute Cuisine” geben davon ein Abbild.

Der ehemalige Präsident Frankreichs, Jacques Chirac, hatte sich mal über die Essgewohnheiten der Briten lustig gemacht. Die französische Küche, ist die bessere Küche. Davon ist nicht nur er, sondern viele Franzosen überzeugt.

Rotwein und Baguette © Flickr /CommandZed
Klassische Vesper in Frankreich: Baguette und Rotwein

Vor allem das Baguette ist Teil der französischen Küche und wird quasi zu Allem serviert. Selbst Renault wirbt mit dem Baguette als französisches Objekt der Identität. Und der Wein - na klar - der gehört dazu. Denn zum Essen trinkt der Franzose gerne Wein. Und es gibt einige Rezepte dafür: Klick hier mal!

Aber irgendwo hab ich mal gehört, dass gerade diese zwei Elemente französischer Küche die Herzinfarkt-Quote im Europavergleich reduzieren. Also beim Wein bin ich mir ziemlich sicher, was das Weißbrot angeht, bin ich mir nicht so sicher.

Das Wichtigste ist allerdings, dass es lecker ist und dem französischen Way-of-Life entsprechend, gemütlich ist. Vermutlich ist das auch der Grund warum man in Frankreich so viel Zeit mit Essen verbringen. Sicherlich hat es auch damit zu tun, dass in der traditionellen französischen Familie, das Essen aus vier bis sechs Gängen besteht.

Daher sollte man sich dort, wenn man dazu kommt, nicht gleich beim ersten Gang den Bauch vollschlagen. Eines ist aber sicher, wenn der Käse gereicht wird, ist es dann vorbei - und dieser kommt gewöhnlich in Verbindung mit dem Baguette. Während der Wein immer dabei ist.

Die Zwischen - Mahlzeiten, im Süden Deutschlands gern als Vesper bezeichnet, bestehen in der französischen Kultur in der Regel aus Baguette und Rotwein. Und das ist gut so! Es ist eben typisch Französisch.

Na dann: Bon Appetite!


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Wir alle lieben sie - die Pasta. Am liebsten würden wir sie jeden Tag essen. Und ich würde behaupten sie landen in einem durchschnittlichen Haushalt mindestens 2 Mal pro Woche auf den Teller.
Spaghetti©flickr/N06/

Deshalb sage ich, dass die Deutschen mindestens genauso gut Pasta kochen, wie die Italiener.

Zumal- wär hätte das gedacht- unsere heiß geliebten Spaghetti gar nicht in Italien, und somit typisch italienisch sind, sondern vor Tausenden Jahren in China erfunden wurden. Natürlich wollen die Italiener davon nichts hören und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn diese Tatsache in den sonnigen Breiten Italien im wahrsten Sinne des Wortes “unpopulär” ist. Nudelgerichte gelten als original italienisch, wie die Mona Lisa oder die Mafia.

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Homosexuelle sind eine Randgruppe und homosexuelle Ausländer gibt es schon mal gar nicht. Oder ist Sie jemals ein schwuler Vietnamese oder eine lesbische Türkin begegnet?

Vorurteile wie diese sind nach wie vor präsent und in den Köpfen der Allgemeinheit verankert und sollen aus der Welt geschafft werden. Zum Dialog und Austausch soll dabei an dieser Stelle der so genannte “runde Tisch gegen Homophobie” anregen. Dieser wird voraussichtlich im Oktober stattfinden. Besonders erfreut über diesen Umstand ist der Lesben- und Schwulenverband Berlin/Brandenburg (LSVD). Wichtig ist dem Verband in diesem Zusammenhang insbesondere, dass Vertreter von Organisationen wie der Türkischen Gemeinde zu Berlin (TGD), des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB), der Islamischen Föderation, der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, derTürkisch-Deutsche Unternehmervereinigung, des Arabische Kulturinstituts und des Islamischen Kultur- und Erziehungszentrums an der Veranstaltung teilnehmen.

Lesbisches vietnamesisches Paar © sabrina’s stash / flickr.com

Der Integrationsbeauftragte von Berlin, Günter Piening, hält vor Allem die Unterstützung von Homosexuellen mit Migrationshintergrund für wünschenswert, denn diese seien seiner Meinung nach “Vorbilder, die deutlich machen, dass unterschiedliche sexuelle Orientierung auch in den Einwanderergruppen zur Lebenswirklichkeit gehört”.

Anlass haben der ganzen Veranstaltung im Übrigen sich in letzter Zeit häufende Übergriffe auf Schwule und Lesben gegeben, sowie darüber hinaus ein schwulenfeindlicher Beitrag in einem Berliner Anzeigenblatt in arabischer Sprache. Keine der teilnehmenden Parteien wird dabei das Weltbild der anderen umwerfen können, aber der Meinungsaustausch ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung - Respekt und Toleranz vor anderen Menschen.


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Frauen lieben das Mystische, Unerklärliche. Die Magie in der schnöden Alltagswelt. Frauen haben den Draht zu den Sternen, der uns Männern fehlt. Deswegen lesen ausschließlich Frauen Horoskope.

Sterne sind Frauensache… ? © flickr / PorcelaingirlIst ja auch logisch. Der weibliche Teil der Bevölkerung braucht was zu tun. Worüber sollen sich die armen Geschöpfe auch sonst unterhalten, als in vorsichtig getuscheltem Ton über die Resulatate ihres neuesten Horoskops? Das weibliche Geschlecht ist einfach so leichtgläubig… Hach ja.

Und Stopp. :) Dass das großer Quatsch ist, wissen wir. Ein Klischee, wie es im Buche steht. Wie jedes Klischee trifft es pauschalisierende Aussagen über ungefähr eine Hälfte der den Erdball bevölkernden Menschheit. Horoskope von Astrologen gibt es nicht überall auf der Erde, also gehen wir mal davon aus, dass sich die zusammenpauschalisierte Gruppe eher in westlichen Gefilden, irgendwo von Europa bis Amerika bewegt. Und da sollen jetzt statistisch gesehen vor allem Frauen die Horoskop-Seiten lesen? weiterlesen »


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Normale Bordelle kennt man ja. Das sind einschlägige Gewerbe, in denen man für Geld sexuelle Dienstleistungen erhält. In Wohnungsbordellen findet dasselbe statt - nur eben nicht in einem extra Haus, sondern ganz normal in einer Mietwohnung innerhalb eines Häuserblocks zum Beispiel.

Die Prostituierten arbeiten dort allein oder mit mehreren Kolleginnen zusammen. Prostitution ist ein sehr klischeebehaftetes Thema, bei dem jetzt viele die Nase rümpfen werden. Man denkt an moralischen Verfall, ekelhafte perverse Spielereien und einen dicken, schmierigen Zuhälter der im Hintergrund die Kohle abkassiert. Man denkt an Gewalt, Drogen und an was nicht noch alles. Sowas soll natürlich nicht in der Wohnung nebenan laufen.

So denkt das zumindest die CDU in Berlin Lichtenberg. Bordelle in der Nachbarschaft seien nicht zumutbar, immerhin leben da auch Familien mit Kindern, sagt die CDU-Fraktionschefin. Verantwortlich für die Genehmigung von Bordellen sind die Bezirke und eben das könnte jetzt in Lichtenberg zum Problem werden.

Prostitution - auch nur ein Beruf © blablaurgh / flickr.com

Viele Prostituierte fühlen sich mit solchen Denkweisen übergangen und falsch verstanden. Stephanie Klee, selbst Prostituierte und Mitglied des Bundesverbandes sexueller Dienstleistungen, wünscht sich einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft - wie jeder andere Berufstätige auch.

Die Berliner Woche lässt in einem Artikel den interessanten Denkansatz verlauten, dass es sich bei Wohnungsbordellen um eine Form der Prostitution handele, bei der “Frauen meist selbstbestimmt, gewaltfrei und zu fairen Arbeitsbedingungen” ihren Beruf ausüben könnten.
Leider sind Prostitution und Bordelle einfach medial zu sehr als Sündenpfuhle und Orte krimineller Machenschaften verschrien, als dass in naher Zukunft von der allgemeinen Bevölkerung ein neutrales Herangehen an die Thematik erwartet werden könne. Ein Grund zur Schließung von Wohnungsbordellen ist das allerdings nicht, denn dies ist eindeutig eine Form der Diskriminierung. Wenn Kosmetiker zuhause ein Studio eröffnen dürfen, Ärzte eine Praxis, Steuerberater ein Heimbüro - dann sollte dieses Recht für alle Berufstätigen gelten.


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In den letzten Jahren nahm ein Begriff dank medialer Anpreisung unglaublich an medialer Bekanntheit zu -  “Burnout”. Von Anfang an tauchten in diesem Zusammenhang besonders häufig der Beruf der Lehrkräfte als Beispiel auf. Das Klischee ist an dieser Stelle nicht an den Haaren herbei gezogen.

Wie die Morgenpost berichtete, sind allein in Berlin rund 1000 Lehrkräfte dauerhaft als krank gemeldet, was doch beachtliche vier Prozent der Gesamtlehrerschaft ausmacht. Zur Folge hat das logischerweise oftmals Ausfall der Stunden für die Schüler. Was die meisten Kinder natürlich freut (ausschlafen / früher nach Hause / mit Freunden quatschen…) ist statistisch gesehen alles andere als erfreulich. Im Schuljahr 06/07 fielen in Berlin insgesamt 13.800 Stunden aus, das sind 2,6 Prozent des gesamten Unterrichts dieses Jahres.


Ein informativer Bericht über Lehrer in Sachsen.

Woran liegt das? Sind Lehrer einfach faul? Immerhin haben sie soviel Urlaub wie keine andere Berufsklasse, denkt man. Die Landesbeauftragte des Bundes Deutscher Psychologen, Anita Schindler, erklärt sich das wiefolgt: “Alle wissenschaftlichen Studien zum Thema belegen: Vollzeitlehrer haben wöchentliche Arbeitszeiten von 50 Stunden und sind steigenden Belastungen ausgesetzt.” Sie hält dagegen den vermehrten Einsatz von Schulpsychologen für die Lösung des Problems, denn momentan gäbe es davon zu wenig. Solche Psychologen könnten helfen, Burnouts vorzubeugen und unterstützend einwirken, sobald die Lehrkräfte Anzeichen von Depressionen zeigen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Situation sich bald entspannt. Denn so schön es für Schüler sicher ist, mal ausschlafen zu können und ein oder zwei Stunden eher Schluss zu haben - letztendlich geht mit jeder ausgefallenen Unterrichtseinheit doch immer auch ein Stückchen Bildung verloren.


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“Der saß mal im Gefängnis.” Dieser Satz löst erstmal einen Schock beim Zuhörer aus und hat Abwehrreaktionen zur Folge.

Klar, wer im Knast saß, hat ein Verbrechen begangen. Menschen reagieren skeptisch und ängstlich auf “Verbrecher”. Wer weiß, ob der Knast den nicht noch weiter versaut hat oder ob immer noch eine brutale Ader in der Person schlummert?

Betrachten wir den Fall mal von einer anderen Seite. Ein Mensch wird nach einer langen Zeit aus dem Gefängnis entlassen. Die Strafe ist endlich abgesessen, das Leben beginnt, hoffentlich, noch mal ganz von vorn. Allerdings hat sich soviel verändert. Von einfachen Dingen wie dem Fahrkartenschalter am Bahnhof bis hin zur Bürokratie. Dazu begegnet einem jeder, der “es” weiß mit einer gewissen Distanz.

Raus aus dem Knast © kangotraveler / flickr.com

An dieser Stelle ist es wichtig, den Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Mit ehrenamtlicher Hilfe straffrei lebenheißt ein Berliner Projekt, das von der “Aktion Mensch” unterstützt wird. Ehrenamtliche Helfer zeigen hier soziales Engagement und betreuen Straffällige nach ihrer Entlassung. Diese Betreuung kann sehr unterschiedlich aussehen - Helfen bei Wohnungs- oder Arbeitssuche, Unterstützen beim Einkaufen. Oder einfach nur Reden. Vertrauen ist dabei sehr wichtig, ein Besuch in der Wohnung des Betreuten kommt allerdings nicht in Frage.
Die Betreuer tauschen sich untereinander aus. Wichtig ist dem Projekt die Begleitung der Klienten, bis sie “alleine weiterlaufen” können. Man vergesse zwar nicht, dass man es mit einem Verbrecher zu tun habe, wolle aber auch nicht stigmatisieren, “schließlich haben die Menschen ihre Strafe abgesessen”, so Projektleiterin Krause.


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Er kommt mit entschlossenem Schritt aus einem brennenden Gebäude, der Film läuft für diese Augenblicke in Slow-Motion. Er guckt heroisch, das Kätzchen / kleine Kind / die schöne Frau in seinen Armen schmiegt sich erschöpft aber dankbar an diesen Helden der Stunde.

In Amerika ist dieses Klischee vermutlich sogar noch intensiver, da von zahlreichen entsprechenden Filmen unterstützt. Aber auch hierzulande ist es nicht viel anders - kleine Jungs wollen Feuerwehrmann werden, Frauen sabbern und kriegen Herzrasen beim Gedanken an den sexy Mann mit dem Feuerwehr-Schlauch. Klar, die Jungens wollen Helden sein, bewundert sein, stark sein. Leben retten und jeden Tag ein neues Abenteuer erleben - und am Ende immer der Gute sein. Frauen wollen eben diesen Typen gerne mal fürs Bett ausleihen.

Feuerwehrmänner © Rossco ( R & V Photographers ) / flickr.com

Nun aber genug mit romantischen und ideologischen Vorstellungen. Die Realität ist doch bei Weitem nüchterner. Betrachten wir beispielsweise Sven Hobert und seine Kollegen von der freiwilligen Feuerwehr in Adlershof (Morgenpost berichtete am 20./21. September 2008). Ihre Anzüge sind nicht etwa rot und geil, sondern dunkelblau und mit Leuchtstreifen überzogen. Dazu gibt es einen Schutzhelm. Was allerdings wahr ist, ist die Kätzchen-im-Baum-Vorstellung. Die freiwillige Feuerwehr rückt nämlich nicht nur bei Bränden aus, sondern auch wenn Menschen und Tiere verletzt sind.

Leben retten, das finden auch die “echten” Feuerwehrmänner am schönsten. Die damit zusammenhängenden Umstände sind allerdings weniger traumhaft oder sexy - der Pieper, der Hobert und seine Kollegen auf die Wache ruft, kann in der Badewanne, beim gemütlichen DVD-Abend oder einem Schäferstündchen mit der Frau ertönen. Und dann muss man eben alles stehen und liegen lassen und ab dafür. Heldentum hin und her, das Familienleben wird mit einem Feuerwehrmann sehr strapaziert und viel Zeit zum Ausruhen bleibt auch nicht, denn zu jeder Tages- und Nachtzeit kann ein Einsatz rufen.


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