Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


Wir alle lieben sie - die Pasta. Am liebsten würden wir sie jeden Tag essen. Und ich würde behaupten sie landen in einem durchschnittlichen Haushalt mindestens 2 Mal pro Woche auf den Teller.
Spaghetti©flickr/N06/

Deshalb sage ich, dass die Deutschen mindestens genauso gut Pasta kochen, wie die Italiener.

Zumal- wär hätte das gedacht- unsere heiß geliebten Spaghetti gar nicht in Italien, und somit typisch italienisch sind, sondern vor Tausenden Jahren in China erfunden wurden. Natürlich wollen die Italiener davon nichts hören und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, wenn diese Tatsache in den sonnigen Breiten Italien im wahrsten Sinne des Wortes “unpopulär” ist. Nudelgerichte gelten als original italienisch, wie die Mona Lisa oder die Mafia.

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Homosexuelle sind eine Randgruppe und homosexuelle Ausländer gibt es schon mal gar nicht. Oder ist Sie jemals ein schwuler Vietnamese oder eine lesbische Türkin begegnet?

Vorurteile wie diese sind nach wie vor präsent und in den Köpfen der Allgemeinheit verankert und sollen aus der Welt geschafft werden. Zum Dialog und Austausch soll dabei an dieser Stelle der so genannte “runde Tisch gegen Homophobie” anregen. Dieser wird voraussichtlich im Oktober stattfinden. Besonders erfreut über diesen Umstand ist der Lesben- und Schwulenverband Berlin/Brandenburg (LSVD). Wichtig ist dem Verband in diesem Zusammenhang insbesondere, dass Vertreter von Organisationen wie der Türkischen Gemeinde zu Berlin (TGD), des Türkischen Bundes Berlin-Brandenburg (TBB), der Islamischen Föderation, der Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, derTürkisch-Deutsche Unternehmervereinigung, des Arabische Kulturinstituts und des Islamischen Kultur- und Erziehungszentrums an der Veranstaltung teilnehmen.

Lesbisches vietnamesisches Paar © sabrina’s stash / flickr.com

Der Integrationsbeauftragte von Berlin, Günter Piening, hält vor Allem die Unterstützung von Homosexuellen mit Migrationshintergrund für wünschenswert, denn diese seien seiner Meinung nach “Vorbilder, die deutlich machen, dass unterschiedliche sexuelle Orientierung auch in den Einwanderergruppen zur Lebenswirklichkeit gehört”.

Anlass haben der ganzen Veranstaltung im Übrigen sich in letzter Zeit häufende Übergriffe auf Schwule und Lesben gegeben, sowie darüber hinaus ein schwulenfeindlicher Beitrag in einem Berliner Anzeigenblatt in arabischer Sprache. Keine der teilnehmenden Parteien wird dabei das Weltbild der anderen umwerfen können, aber der Meinungsaustausch ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung - Respekt und Toleranz vor anderen Menschen.


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Frauen lieben das Mystische, Unerklärliche. Die Magie in der schnöden Alltagswelt. Frauen haben den Draht zu den Sternen, der uns Männern fehlt. Deswegen lesen ausschließlich Frauen Horoskope.

Sterne sind Frauensache… ? © flickr / PorcelaingirlIst ja auch logisch. Der weibliche Teil der Bevölkerung braucht was zu tun. Worüber sollen sich die armen Geschöpfe auch sonst unterhalten, als in vorsichtig getuscheltem Ton über die Resulatate ihres neuesten Horoskops? Das weibliche Geschlecht ist einfach so leichtgläubig… Hach ja.

Und Stopp. :) Dass das großer Quatsch ist, wissen wir. Ein Klischee, wie es im Buche steht. Wie jedes Klischee trifft es pauschalisierende Aussagen über ungefähr eine Hälfte der den Erdball bevölkernden Menschheit. Horoskope von Astrologen gibt es nicht überall auf der Erde, also gehen wir mal davon aus, dass sich die zusammenpauschalisierte Gruppe eher in westlichen Gefilden, irgendwo von Europa bis Amerika bewegt. Und da sollen jetzt statistisch gesehen vor allem Frauen die Horoskop-Seiten lesen? weiterlesen »


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Normale Bordelle kennt man ja. Das sind einschlägige Gewerbe, in denen man für Geld sexuelle Dienstleistungen erhält. In Wohnungsbordellen findet dasselbe statt - nur eben nicht in einem extra Haus, sondern ganz normal in einer Mietwohnung innerhalb eines Häuserblocks zum Beispiel.

Die Prostituierten arbeiten dort allein oder mit mehreren Kolleginnen zusammen. Prostitution ist ein sehr klischeebehaftetes Thema, bei dem jetzt viele die Nase rümpfen werden. Man denkt an moralischen Verfall, ekelhafte perverse Spielereien und einen dicken, schmierigen Zuhälter der im Hintergrund die Kohle abkassiert. Man denkt an Gewalt, Drogen und an was nicht noch alles. Sowas soll natürlich nicht in der Wohnung nebenan laufen.

So denkt das zumindest die CDU in Berlin Lichtenberg. Bordelle in der Nachbarschaft seien nicht zumutbar, immerhin leben da auch Familien mit Kindern, sagt die CDU-Fraktionschefin. Verantwortlich für die Genehmigung von Bordellen sind die Bezirke und eben das könnte jetzt in Lichtenberg zum Problem werden.

Prostitution - auch nur ein Beruf © blablaurgh / flickr.com

Viele Prostituierte fühlen sich mit solchen Denkweisen übergangen und falsch verstanden. Stephanie Klee, selbst Prostituierte und Mitglied des Bundesverbandes sexueller Dienstleistungen, wünscht sich einen gleichberechtigten Platz in der Gesellschaft - wie jeder andere Berufstätige auch.

Die Berliner Woche lässt in einem Artikel den interessanten Denkansatz verlauten, dass es sich bei Wohnungsbordellen um eine Form der Prostitution handele, bei der “Frauen meist selbstbestimmt, gewaltfrei und zu fairen Arbeitsbedingungen” ihren Beruf ausüben könnten.
Leider sind Prostitution und Bordelle einfach medial zu sehr als Sündenpfuhle und Orte krimineller Machenschaften verschrien, als dass in naher Zukunft von der allgemeinen Bevölkerung ein neutrales Herangehen an die Thematik erwartet werden könne. Ein Grund zur Schließung von Wohnungsbordellen ist das allerdings nicht, denn dies ist eindeutig eine Form der Diskriminierung. Wenn Kosmetiker zuhause ein Studio eröffnen dürfen, Ärzte eine Praxis, Steuerberater ein Heimbüro - dann sollte dieses Recht für alle Berufstätigen gelten.


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In den letzten Jahren nahm ein Begriff dank medialer Anpreisung unglaublich an medialer Bekanntheit zu -  “Burnout”. Von Anfang an tauchten in diesem Zusammenhang besonders häufig der Beruf der Lehrkräfte als Beispiel auf. Das Klischee ist an dieser Stelle nicht an den Haaren herbei gezogen.

Wie die Morgenpost berichtete, sind allein in Berlin rund 1000 Lehrkräfte dauerhaft als krank gemeldet, was doch beachtliche vier Prozent der Gesamtlehrerschaft ausmacht. Zur Folge hat das logischerweise oftmals Ausfall der Stunden für die Schüler. Was die meisten Kinder natürlich freut (ausschlafen / früher nach Hause / mit Freunden quatschen…) ist statistisch gesehen alles andere als erfreulich. Im Schuljahr 06/07 fielen in Berlin insgesamt 13.800 Stunden aus, das sind 2,6 Prozent des gesamten Unterrichts dieses Jahres.


Ein informativer Bericht über Lehrer in Sachsen.

Woran liegt das? Sind Lehrer einfach faul? Immerhin haben sie soviel Urlaub wie keine andere Berufsklasse, denkt man. Die Landesbeauftragte des Bundes Deutscher Psychologen, Anita Schindler, erklärt sich das wiefolgt: “Alle wissenschaftlichen Studien zum Thema belegen: Vollzeitlehrer haben wöchentliche Arbeitszeiten von 50 Stunden und sind steigenden Belastungen ausgesetzt.” Sie hält dagegen den vermehrten Einsatz von Schulpsychologen für die Lösung des Problems, denn momentan gäbe es davon zu wenig. Solche Psychologen könnten helfen, Burnouts vorzubeugen und unterstützend einwirken, sobald die Lehrkräfte Anzeichen von Depressionen zeigen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die Situation sich bald entspannt. Denn so schön es für Schüler sicher ist, mal ausschlafen zu können und ein oder zwei Stunden eher Schluss zu haben - letztendlich geht mit jeder ausgefallenen Unterrichtseinheit doch immer auch ein Stückchen Bildung verloren.


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“Der saß mal im Gefängnis.” Dieser Satz löst erstmal einen Schock beim Zuhörer aus und hat Abwehrreaktionen zur Folge.

Klar, wer im Knast saß, hat ein Verbrechen begangen. Menschen reagieren skeptisch und ängstlich auf “Verbrecher”. Wer weiß, ob der Knast den nicht noch weiter versaut hat oder ob immer noch eine brutale Ader in der Person schlummert?

Betrachten wir den Fall mal von einer anderen Seite. Ein Mensch wird nach einer langen Zeit aus dem Gefängnis entlassen. Die Strafe ist endlich abgesessen, das Leben beginnt, hoffentlich, noch mal ganz von vorn. Allerdings hat sich soviel verändert. Von einfachen Dingen wie dem Fahrkartenschalter am Bahnhof bis hin zur Bürokratie. Dazu begegnet einem jeder, der “es” weiß mit einer gewissen Distanz.

Raus aus dem Knast © kangotraveler / flickr.com

An dieser Stelle ist es wichtig, den Menschen wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Mit ehrenamtlicher Hilfe straffrei lebenheißt ein Berliner Projekt, das von der “Aktion Mensch” unterstützt wird. Ehrenamtliche Helfer zeigen hier soziales Engagement und betreuen Straffällige nach ihrer Entlassung. Diese Betreuung kann sehr unterschiedlich aussehen - Helfen bei Wohnungs- oder Arbeitssuche, Unterstützen beim Einkaufen. Oder einfach nur Reden. Vertrauen ist dabei sehr wichtig, ein Besuch in der Wohnung des Betreuten kommt allerdings nicht in Frage.
Die Betreuer tauschen sich untereinander aus. Wichtig ist dem Projekt die Begleitung der Klienten, bis sie “alleine weiterlaufen” können. Man vergesse zwar nicht, dass man es mit einem Verbrecher zu tun habe, wolle aber auch nicht stigmatisieren, “schließlich haben die Menschen ihre Strafe abgesessen”, so Projektleiterin Krause.


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Er kommt mit entschlossenem Schritt aus einem brennenden Gebäude, der Film läuft für diese Augenblicke in Slow-Motion. Er guckt heroisch, das Kätzchen / kleine Kind / die schöne Frau in seinen Armen schmiegt sich erschöpft aber dankbar an diesen Helden der Stunde.

In Amerika ist dieses Klischee vermutlich sogar noch intensiver, da von zahlreichen entsprechenden Filmen unterstützt. Aber auch hierzulande ist es nicht viel anders - kleine Jungs wollen Feuerwehrmann werden, Frauen sabbern und kriegen Herzrasen beim Gedanken an den sexy Mann mit dem Feuerwehr-Schlauch. Klar, die Jungens wollen Helden sein, bewundert sein, stark sein. Leben retten und jeden Tag ein neues Abenteuer erleben - und am Ende immer der Gute sein. Frauen wollen eben diesen Typen gerne mal fürs Bett ausleihen.

Feuerwehrmänner © Rossco ( R & V Photographers ) / flickr.com

Nun aber genug mit romantischen und ideologischen Vorstellungen. Die Realität ist doch bei Weitem nüchterner. Betrachten wir beispielsweise Sven Hobert und seine Kollegen von der freiwilligen Feuerwehr in Adlershof (Morgenpost berichtete am 20./21. September 2008). Ihre Anzüge sind nicht etwa rot und geil, sondern dunkelblau und mit Leuchtstreifen überzogen. Dazu gibt es einen Schutzhelm. Was allerdings wahr ist, ist die Kätzchen-im-Baum-Vorstellung. Die freiwillige Feuerwehr rückt nämlich nicht nur bei Bränden aus, sondern auch wenn Menschen und Tiere verletzt sind.

Leben retten, das finden auch die “echten” Feuerwehrmänner am schönsten. Die damit zusammenhängenden Umstände sind allerdings weniger traumhaft oder sexy - der Pieper, der Hobert und seine Kollegen auf die Wache ruft, kann in der Badewanne, beim gemütlichen DVD-Abend oder einem Schäferstündchen mit der Frau ertönen. Und dann muss man eben alles stehen und liegen lassen und ab dafür. Heldentum hin und her, das Familienleben wird mit einem Feuerwehrmann sehr strapaziert und viel Zeit zum Ausruhen bleibt auch nicht, denn zu jeder Tages- und Nachtzeit kann ein Einsatz rufen.


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Woran denken Menschen, wenn sie das Wort “Holland” hören?
Vermutlich erstmal an Käse und dann an die schwer beliebten Coffee-Shops, in denen sich legal mit Gras eingedeckt werden kann. Irgendwann dazwischen kommt doch dann aber vermutlich eines der offizielleren holländischen Wahrzeichen - die Tulpe.

Tulpen, Windmühlen, bezaubernde Landschaften - Holland ist im Frühling mehr als hübsch anzusehen. Hübsche Blumenlandschaften, Krokusfelder, Hyazinthen und Narzissen durchziehen Holland in malerischer Art und Weise.
Überraschend ist in dem Zusammenhang vielleicht, dass die Niederlande dem Klischee “Tulpennation” nicht vollständig gerecht werden können, ursprünglich kommen die nach der Rose zweitbeliebtesten Schnittblumen Europas nämlich aus türkischen Gefilden. Die Ur-Tulpe wächst / wuchs vor allem in Persien (heute Iran), Afghanistan und der Türkei. Der Name „Tulpe“ stammt im Übrigen vom persischen Wort „dulband“, mit dem eine in Persien übliche turbanähnliche Kopfbedeckung bezeichnet wurde, da die Blüte der Tulpe solch einem Turban recht ähnlich sieht. Dieser Name spiegelt sich auch in der botanischen Bezeichnung “Tulipa” wider. Im Wappen der Osmanen tauchte die Tulpe bereits früh als Bildelement auf.

Mädchen und Tulpen © Hans Vink / flickr.com

Bis heute ist die Tulpe auch die Nationalblume der Türkei geblieben und steht für das Leben und die Fruchtbarkeit des Landes. Von der Türkei wanderte die Tulpe nach Österreich und erst danach in die Niederlande. Wer sich für die geschichtlichen Details der holländischen Tulpe interessiert, kann sich unter dem Link näher informieren.

Die Tulpen stellen im Übrigen ein recht einzigartiges Phänomen dar: Sie wachsen als einzige Schnittblumen in der Vase noch weiter. Das gibt es so kein zweites Mal.


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Hier der letzte Teil der Artikel-Serie “Jugendliche und Sexualität”.

Von “Banalisierung” des Sex ist die Rede. Kein Wunder - Sex ist überall und Anstandsdamen gibt es schon lange nicht mehr. Eltern verbieten ihn nicht und “verrucht” ist er auch nicht mehr wirklich. Vor Allem das Internet bietet verschiedene Möglichkeiten, gerade für sehr junge Teenager, sich mit Sex vertraut zu machen. Erotische Webcam-Fotos von sich oder anderen angucken gilt dabei schon fast als langweilig. Groß geschrieben wird “CS” - Cybersex, bei dem beide Chatter im Chatfenster beschreiben, wie sie einander ausziehen und danach Geschlechtsverkehr haben. Und da es nur Worte sind fehlen natürlich auch Hemmungen. Abenteuerliche Praktiken werden virtuell durchexerziert und was im Internet so einfach ist, kann doch im “echten Leben” auch nicht verkehrt sein, so erscheint es den Jugendlichen.

Interviews und Umfragen zeigen, dass die Teenies in Sexfilmen nach einer Art “Gebrauchsanweisung” suchen. Wo sind erogene Zonen, was macht Spaß, wie funktionieren auch abenteuerliche Stellungen oder Praktiken für “Fortgeschrittene”?  Hauptsache den anderen in nichts nachstehen. 


Alles Porno oder was? Teil 2 einer sehr interessanten Reportage zur Thematik.

Natürlich wäre es jetzt einfach entsetzt und schockiert zu sein, den Kopf zu schütteln und sich entgeistert zu fragen, wo das alles mal enden sollen, wenn die Moral so verfällt. Eine richtige Antwort gibt es darauf nicht. Stattdessen den Fakt, dass die Zukunftsträume der meisten Jugendlichen eher spießig sind - sie wünschen sich ein Häuschen im Grünen, eigene Kinder, ein hübsches Auto vor der Tür, die große Liebe. Auch wenn das beinahe schon schizophren anmutet.

Was können Eltern tun? Nicht viel, denn die meisten Jugendlichen geben an, mit ihren Eltern selten bis nie über Sex zu sprechen. Was also bleibt, ist offen zu sein für Dinge, die die Teenies besprechen wollen - bedrängen sollte man sie jedoch nicht. Abgeklärte Jugend, ein Klischee, das im Großen und Ganzen (leider?) der Wahrheit entspricht.


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Auch wenn es von dieser Regel natürlich wieder die obligatorischen Ausnahmen gibt - im Regelfall haben Frauen Schwierigkeiten, Körperliches und Emotionales zu trennen, während Männer das offenbar ohne jedwede Schwierigkeiten können.
Glücklich verheiratete Frauen die fremdgehen sind selten, ein glücklich in einer Partnerschaft lebender Mann der fremdgeht dagegen weniger. Wird im Laufe einer Affäre klar, dass die Beziehung immer auf körperlicher Ebene bleiben wird, steigen die meisten Frauen aus der Sache aus - Männer dagegen hätten damit nicht zwangsweise ein Problem. Wie kommt das?

Die Aufteilung des männlichen Gehirns ermöglicht es ihm, beides voneinander zu unterscheiden und sich getrennt mit diesen Komponenten zu beschäftigen. Bei der Frau gibt es zwischen dem “Liebes-” und dem “Sexzentrum” dagegen viele neuronale Verbindungen. Für sie ist beides im Regelfall nicht voneinander trennbar. Während für einen Mann nach einem Seitensprung der Kommentar “Es war doch nur körperlich, sie hat mir nichts bedeutet” nicht nur der Wahrheit entspricht, sondern auch einleuchtend erscheint, fühlt eine Frau sich an dieser Stelle veralbert und kann diese Erklärung oftmals nicht akzeptieren oder auch nur verstehen.

Liebe und Sex © mando2003us / flickr.com

Dabei geht es einer Frau meist nicht mal um die Tatsache, dass der Mann rein physisch Sex mit einem anderen Menschen hatte, sondern um die Verletzung der emotionalen Beziehung zu ihr. Sagt eine Frau nach einer Affäre, es habe nichts bedeutet und sei nur körperlich gewesen, lügt sie im Übrigen mit hoher Wahrscheinlichkeit.

Die meisten Männer finden den Ausdruck “Liebe machen” übrigens lächerlich und würden ihn nie verwenden. Mitunter einfach auch, weil sie nicht immer nur “Liebe machen” wollen, sondern gern auch mal einfach nur “Sex” mit der Partnerin haben (was beim Mann eben wirklich den rein körperlichen Akt meint). Viele Frauen hingegen haben Probleme damit, wenn sie von ihrem eigenen Intimleben erzählen, von “Sex” zu sprechen, weil es ihnen falsch vorkommt.


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