Pauschal festgestellt, gehöre ich in den Augen der Gesellschaft in zwei Schubladen: Einmal die Tucke mit enger Schlaghose und zuviel Meinung über Mode. Für andere stelle ich den versoffenen Proleten dar, der nichts als Autos im Kopf hat.

Als vielseitig interessierter Kerl stehe ich ständig im Kreuzfeuer eingerosteter Klischees: Wenn ich mich ordentlich anziehe, und sei es nur zum Einkaufen fürs abendliche Kochen, laufe ich ständig Gefahr, für einen Schnösel gehalten zu werden. Oder für schwul. Oder für einen schwulen Schnösel. Dazu mein ständiges Karten-Zahlen an der Supermarkt-Kasse. Ja, aber. Aber: Soll ich vielleicht irgendeinen Arbeiter-Dialekt, in meinem Fall berlinerisch, imitieren und dazu eine Jogginghose tragen? Wenn ich dann mit Kleingeld Bier bezahle, sehen alle das asoziale Gegenüber und rollen mit den Augen. Dass Kleider tatsächlich Leute machen, übersehen die Pfeifen alle mal gerne. Wenn ich dann abends die Frau an der Bar abschleppe, ist es auch wieder nicht recht.
Meine Hobbies liegen ebenfalls stets unter Beschuss: Als Fan amerikanischen Altmetalls besuche ich gerne die Hot Rod-Treffen im umliegenden Brandenburg. Dort gibt es tagsüber nur Burnouts und Autorennen. Deswegen bin ich da. Abends wird gesoffen, was die Leber aushält. Da ohnehin fast keine Frauen da sind – warum also nicht? Damit bin ich oft als Proll unterster Sorte, der mit Golf weiterlesen »
Seitensprünge gelten nicht selten als Grund für eine endgültige Trennung. Doch messen wir dem Sex außerhalb der Beziehung da nicht einfach etwas zu viel Bedeutung zu? Und sind vor allem immer Männer die Übeltäter?
Klischees über den Seitensprung gibt es wirklich wie Sand am Meer: „Wer einmal fremd geht, ist niemals treu“, „Männer haben öfter Seitensprünge als Frauen“, „Wer fremd gegangen ist, dem ist nicht mehr zu trauen, folglich ist auch die Beziehung am Ende“…Stimmt das wirklich?
Logisch durchdacht können diese Thesen gar nicht hinhauen. Schließlich sagt ein altes Sprichwort: It takes two to tango. Wenn man davon ausgehen würde, dass Seitensprünge von Männern öfter begangen werden als von Frauen, dann wäre die Konsequenz ja, dass die Herren dabei vor allem gleichgeschlechtlichen Sex haben. Das ist aber nicht so! Frauen gehen bloß bei ihren Seitensprüngen viel geschickter vor, bleiben diskret, prahlen nicht mit ihren Affären und Abenteuern und sind weniger oft geständig als Männer. weiterlesen »
In den meisten Fällen sind Minderheiten von Vorurteilen und Klischee betroffen, heute stelle ich mal eine sehr große Gruppe der Gesellschaft vor - die Väter. Denn Papi kann alles, da sind sich die meisten Kinder einig. Aber stimmt das überhaupt? Und was heißt hier eigentlich alles?
Papi kann alles! Ja, dieses Vorurteil bekommt meistens erst Risse, wenn der liebe Nachwuchs in die Pubertät kommt und den angebeteten Vater mal mit anderen Augen sieht. Denn auch Väter sind nur Menschen mit ihren Ticks, Macken und Trotteligkeiten. Doch wie kommt diese Meinung von dem allwissenden Papa überhaupt zu Stande und warum wird die Mutter in den meisten Fällen für andere Kompetenzen geschätzt?
Zum einen spielt sicherlich der unvermeidliche Wissensvorsprung der erwachsenen Männer gegenüber ihren Kindern eine große Rolle. Sie sind es, die zeigen, wie man ein Baumhaus baut und wie man souverän die Plätzchendose an der wachsamen Mutter vorbei schmuggelt. Und während Papi alles kann, sind es in der Regel die Frauen, die die Wärme in die Bude bringen. Wenn die Kleinen hingefallen oder krank sind, ist Mutti Ansprechpartnerin Nummer ein, wenn es um harte Fakten geht, muss eben der Papi hinhalten. weiterlesen »
Natürlich: Der eigene Nachwuchs ist für frisch gebackene Eltern immer das hübscheste und niedlichste und … und … was jemals das Licht der Welt erblickt hat. Da kommt man als objektiver Betrachter manchmal in die Klemme.
„Ist sie nicht süß, unsere Kleine???“ Wer kennt nicht den Stolz und die Begeisterung frisch gebackener Mütter und Väter, die das erste Mal mit ihrem neugeborenen Baby durch den Park spazieren. Nein, das war keine ehrlich gemeinte Frage, sondern eine Aufforderung zum Lobpreisen und Frohlocken. Doch dies erfordert in so manchen Situationen das höchste Maß an rhetorischen sowie schauspielerischen Raffinessen.
Natürlich, Eltern MÜSSEN ihr eigenes Kind in den höchsten Tönen loben, schließlich müssen sie noch ein paar Jahre dafür sorgen und außerdem sind sie ja für die Geburt des Kindes im höchsten Maß verantwortlich. Ihr wisst schon was ich meine.
Doch manch einem dürfte es schwer fallen, in Anbetracht eines rosafarbigen, faltigen Gesichts, das darüber hinaus dem, nun ja, eher weniger attraktiven Vater, wie aus dem Gesicht geschnitten aussieht, Begeisterung zu simulieren. weiterlesen »
Im letzten Artikel wurde beschrieben, was Männer an Frauen stresst. Aber die Herren der Schöpfung sind selbst nicht zwangsweise besser! Hier die Top 3 der Sachen, die Frauen an ihren männlichen Mitbürgern auf die Palme bringt.
1. Schweigsamkeit. Fragen nach dem Befinden oder was denn so los war tagsüber werden oft, so das Klischee und z. T. auch die Wahrheit, mehr als einsilbig beantwortet. Frauen hassen das, denn über ein Gespräch festigen sie ihre Bindungen zu anderen Menschen. Sie fühlen sich anderen nah, wenn diese ihnen Kleinigkeiten aus ihrem Leben erzählen. Tipp an Männer: Wenn man keinen Nerv für eine Unterhaltung hat, Gespräch auf später vertagen, dann aber auch wirklich ein bisschen erzählen. Tipp an Frauen: Den Herren bitten, einen auf dem Laufenden zu halten. Aber nicht täglich auf der Bitte herumreiten.
2. Unromantik. Ach, was sind denn Kerzen? Blumen, blödes Gestrüpp! Jubiläumstage? - Albern! Sie weiß doch auch so, dass ich sie liebe. Achso? Ist der Mann unaufmerksam, glaubt sein Frauchen schnell, dass er keine Gefühle mehr für sie hat, “sonst würde er ja…” und so. Also, liebe Herren, ein paar kleine Aufmerksamkeiten, auch wenn sie auf euch kitschig wirken, zeigen eurer Süßen, dass ihr sie liebt. Tipp an die Frauen: Nicht immer schweigen, ruhig mal Andeutungen machen alá “Nächste Woche ist unser Zweijähriges, da würde ich gerne ausgehen.” Oder so ähnlich.
3. Wehleidigkeit. Wenn Männer krank sind, täuschen sie in der Regel den herannahenden Tod vor. “Mir ist so schlecht, mein Kopf platzt…” Etc. Frauen lieben allerdings starke Männer und sind von Heulsusen abgeturnt. Männer hingegen genießen Aufmerksamkeit, gerade wenn es ihnen schlecht geht, wollen aber auch nicht um diese “bitten” müssen. Tipp an Frauen: Ist der Herr krank, prinzipiell liebevollst kümmern. Fühlt er sich ausreichend umsorgt, muss er gar nicht erst jammern.
Er ist einer der beliebtesten Comedians Deutschlands - Mario Barth.
Bekannt ist er für seinen unerschöpflichen Fundus an humorigen Witzen und Sprüchen über Männer, Frauen und Beziehungen zwischen den Geschlechtern.
Dabei spielt er gekonnt mit den gängigsten Klischees und trifft den Nerv vieler Deutscher. Mit seiner Tournee als Comedy-Star gibt sich Barth allerdings nicht zufrieden - am 18. März will er seinen derzeitigen Erfolg mit Männersache in den Kinos fortsetzten. Drehbuch schrieben er und Dieter Tappert alias Paul Panzer.
Der Plot ist simpel. Zoohandlungsmitarbeiter Paul (Mario Barth) träumt von einer Karriere als Komiker, hat aber bisher keinen nennenswerten Erfolg damit. Gut, wenn man in solchen Situationen einen Freund hat! Hotte (Paul Panzer) und Paul sind schon lange dicke Kumpels. Als Paul eines Tages anfängt Witzchen über das Beziehungsleben von Hotte und seiner Freundin Susi (gespielt von Anja Kling) zu machen, trifft er damit voll ins Schwarze. Sein Publikum liegt vor Lachen heulend am Boden, wenn Paul über endlose Shopping-Touren der Frau und andere mehr oder weniger alltägliche Beziehungssituationen witzelt. Alles andere als lustig finden das Hotte und Susi. Paul muss sich also entscheiden - versaut er es sich mit seinem Kumpel oder opfert er die Freundschaft für seinen Traum, Comedian zu werden?
Für diesen sicher über und über mit Klischees behafteten Film haben sich außerdem ein paar weitere Prominente die Ehre gegeben. Mitunter haben nämlich Leander Haußmann, Jürgen Vogel oder der mittlerweile maskenlose Rapper Sido Gastauftritte. Ein Film, der wahrscheinlich deutschlandweit für Heiterkeit und Gesprächsstoff sorgen wird.
Gleich und Gleich gesellt sich gern. Gesellen sie sich wirklich gern zueinander oder ist das nur wieder eines dieser Klischees?
Nun - längerfristig gesehen - kommen Menschen sicher besser miteinander aus, wenn sie auf der selben Welle schwimmen.
Jüngst fanden nämlich Forscher raus, was wir eigentlich eh schon wissen. Nämlich, das dass sich Gegensätze nur kurzfristig anziehen und es für eine, auch im Alltag funktionierende Beziehung, aber wichtiger sei, sich ähnlich zu sein.
So nähern sich Männer und Frauen im Laufe der Beziehung zwar an, würden sich aber dennoch schneller trennen, weil die anfänglich problemlosen Unterschiede noch witzig und “mal was anderes” waren, so doch aber im Alltag nicht miteinander konform gehen.
Folglich ist es eigentlich nur logisch, dass z.B. ein Chaot wie er im Buche steht, der oft unpünktlich ist, alles nicht so ernst nimmt, nur schwer mit jemanden - dauerhaft - auskommen wird, welcher sein Leben stets nach Plan lebt. weiterlesen »
Einen Anzug angezogen und fertig ist das Outfit? Jeans und T-Shirt, Hauptsache bequem?
Männer sollen in Fragen von Stil und Mode Frauen nicht nur deutlich unterlegen sein, sondern sich auch durch mangelndes Interesse auszeichnen. Oder ist es nicht nur Desinteresse, sondern schlicht und einfach Unvermögen?
Man denke da an sämtliche Mallorca-Urlauber mit Socken, Sandalen, Badehosen und dicken Bäuchen. Ein unverkennbar Deutscher. Oder das allgegenwärtige Schwarz im Plenarsaal des Bundestages. Ist das chic? Oder Thomas Gottschalk: Modisch ist es nicht, aber einen konsequenten Stil kann man ihm nur schwerlich aberkennen.Da wären wir auch schon am Knackpunkt dieses Klischees angekommen. Stil heißt nicht gleich Mode! Stil bezeichnet eher eine charakteristische Ausführung von Tätigkeiten, eine wiedererkennbare Eigenschaft.
Cordhosen, Metal-Shirt und Trekkingschuhe sprechen zwar nicht die Sprache eines versierten Moderatgebers, doch charakteristisch und stilsicher kann dies allemal sein.
Doch auch das Attribut „modisch“ kann man für Männer wie David Beckham oder Ashton Kutcher getrost verwenden. Gut gekleidet stechen sie nicht nur bei öffentlichen Auftritten positiv ins Auge.
Auch für normalsterbliche Männer sind Mode, Stil und Pflege längst keine Fremdwörter mehr. Dieses bezeugt das gewachsene Angebot an Männerkosmetika. Ob Make-up, Wimperntusche oder Eyeliner, der Mann von heute achtet auf seine Erscheinung!
Stil ist sicher eine Frage der Definition! Stilsichere Männer gibt es wie Sand am Meer. Nur modisch oder gut gekleidet können sich eben nicht alle nennen. Doch es besteht Hoffnung: Männermode und Modemänner sind auf dem Vormarsch!
Frauen haben Handtaschen. Viele. Männer dagegen haben nur zwei bis vier Hosentaschen. Trotzdem haben beide permanent ihren gesamten Hausrat dabei.
Fußgängerzonen sind für die meisten Männer ein Albtraum. Nicht wegen der vielen Schnorrer, Gesangsgruppen und Hundehaufen - nein, sie werden von ihren jeweiligen Lebensabschnittspartnerinnen zu sämtlichen Handtaschen-Ständen geschleift. Die holde Damenwelt nennt zwar bereits 25 Stück ihr Eigen, aber diese eine Bordeaux-farbene würde doch gut zum Gürtel von neulich passen. Unwesesentlich in der entstehenden Diskussion, dass a) der Gürtel zu nichts anderem passt als vielleicht zu der noch nicht gekauften Tasche und b) eben jener Gürtel vermutlich nur ein einziges Mal im Jahr getragen wird.
Es ist Wochenende und die beiden Geschlechter bereiten sich vor, auf die Piste zu gehen. Suchen beide Seiten nach Nähe und Zärtlichkeit oder vor allem die Männer?
Bei den Jungs ist das oftmals das erklärte Ziel, eine abzuschleppen. Was typisch Mann sein soll. Nach dieser Devise “Sex ist etwas, was Frauen haben und Männer wollen”, sind es die Frauen, die jederzeit Sex haben könnten - aber nicht unbedingt wollen.
Wollen Männer unbedingt Sex oder sind sie, genau wie das Klischee der typischen Frauen, auf der Suche nach dem einen, wahren, auserwählten Partner fürs Leben? Dabei geht es gar nicht um die Definition von Zärtlichkeit.
Aus meiner Erfahrung lässt sich weder das Eine noch das Andere bestätigen - das ist eben individuell verschieden. Aber im Gesamtgesellschaftlichen Prozess und vermutlich bedingt durch die Sozialisation, sind Frauen in der Regel eher zurückhaltender.
Viele verweisen hier auf die Biologie, weil Männer ja noch im hohen Alter fähig sind, ihr Sperma durch die Welt zu verteilen und außerdem die Möglichkeit haben, mehrere Frauen zu schwängern. Aber davon mal abgesehen, sind Frauen einfach so erzogen, die wahre Liebe zu finden.
Männer hingegen sind in der Art sozialisiert, dass sie die Macher, die Checker und vor allem die Stecher sein sollen. Was viele Frauen nicht gerade abtörnt. Auch wenn das Sprichwort lautet: “Ein Gentleman genießt und schweigt”, so ist doch bekannt dass Männer mit ihren Errungenschaften herumprotzen. Frauen machen das eher dezent im kleinen Kreis, aber eine Form von Angeben ist das trotzdem.
Auch beim Fremdgehen nehmen sich die beiden Geschlechter sich nichts. Das ergeben die Statistiken immer wieder und auch entsprechende Websites zeugen davon. Aber aus Gesamt-gesellschaftlicher-Sicht, kann ich meine These “Sex ist etwas, was Frauen haben und Männer wollen” durchaus bestätigen.