Die Deutsch-Französische Beziehung ist kompliziert. Stimmt es, dass wir uns gegenseitig hassen?
Die Deutsch-Französische Beziehung ist alles andere als einfach. Sie ist geprägt von vielen Vorurteilen und Klischees auf beiden Seiten. Die Franzosen seien Froschfresser, gute Liebhaber, haben immer eine Kippe im Mundwinkel, ein Glas Wein in der Hand und sprechen keine Fremdsprachen. Dafür reden wir Deutsche oft zu laut, sind unhöflich, trinken nur Bier, essen nur Wurst, unsere Sprache klingt wie Hundegebell und wir haben keinen Humor. Aber hassen Deutsche und Franzosen sich wirklich?
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Baskenmütze auf dem Kopf, gekleidet in ein blau-weiß gestreiftes Hemd, in der einen Hand ein Baguette und unterm Arm eine Flasche Rotwein. Ist das wirklich Frankreich, sind die Franzosen wirklich so wie wir es uns ausmalen?
Jemand sagte einmal ‘Die Franzosen arbeiten um zu leben. Die Deutschen leben um zu arbeiten‘. Das ist definitiv französische Kultur. Schaut man sich einmal die Bauarbeiter in Paris an, scheinen ihre Schichten aus einer einzige Aneinanderreihung von Pausen zu bestehen. Egal wann man um die Ecke kommt ist entweder Frühstück, Mittagspause oder einfach Zeit für eine kleine Erfrischung. Aber sie lächeln ständig und versprühen gute Laune, im Gegensatz zur grimmigen deutschen Mentalität. Bei den Deutschen klingelt es Punkt 12 Uhr zur Mittagspause und 30 Minuten später steht jeder wieder eifrig werkelnd an seinem Arbeitsplatz. Und niemand lächelt!
Franzosen haben außerdem eine große Abneigung gegenüber Touristen, wie ich leider feststellen musste. Mit der englischen Sprache kommt man schon gar nicht voran und versucht man es mit akzentgefärbtem Französisch so weigern sie sich inständig auch nur ein Wort zu verstehen.
Gut man kann nicht alle Franzosen über einen Kamm scheren. Gerade jüngere Leute waren nach meinen Erfahrungen sehr offen und halfen uns umher irrenden Touris gerne weiter. In den ländlichen Regionen um Paris geht die Zeit jedoch noch ein wenig langsamer und gewohnte Traditionen lassen selten Platz für Neues.
Doch das ist nicht typisch französisch, es könnte genau so typisch deutsch sein. Schaut man sich ein kleines Dorf im tiefsten Bayer an, wird man unter Umständen genau die gleichen Stereotypen von Menschen finden, nur das sie Weißwurst essen anstatt Baguette und lieber einen Humpen Weißbier vor sich haben als ein Glas Rotwein.
François Bayrou: ‘Französisch sein, heißt heute, sich in diesem Land wohl und zu Hause zu fühlen. Es heißt auch, den anderen zu respektieren, sich zu einigen und nicht zu spalten.’
Der Lebensstil der Franzosen wurde schon desöfteren hoch gelobt. “Essen wie Gott in Frankreich” oder der Ausdruck “Haute Cuisine” geben davon ein Abbild.
Der ehemalige Präsident Frankreichs, Jacques Chirac, hatte sich mal über die Essgewohnheiten der Briten lustig gemacht. Die französische Küche, ist die bessere Küche. Davon ist nicht nur er, sondern viele Franzosen überzeugt.

Klassische Vesper in Frankreich: Baguette und Rotwein
Vor allem das Baguette ist Teil der französischen Küche und wird quasi zu Allem serviert. Selbst Renault wirbt mit dem Baguette als französisches Objekt der Identität. Und der Wein - na klar - der gehört dazu. Denn zum Essen trinkt der Franzose gerne Wein. Und es gibt einige Rezepte dafür: Klick hier mal!
Aber irgendwo hab ich mal gehört, dass gerade diese zwei Elemente französischer Küche die Herzinfarkt-Quote im Europavergleich reduzieren. Also beim Wein bin ich mir ziemlich sicher, was das Weißbrot angeht, bin ich mir nicht so sicher.
Das Wichtigste ist allerdings, dass es lecker ist und dem französischen Way-of-Life entsprechend, gemütlich ist. Vermutlich ist das auch der Grund warum man in Frankreich so viel Zeit mit Essen verbringen. Sicherlich hat es auch damit zu tun, dass in der traditionellen französischen Familie, das Essen aus vier bis sechs Gängen besteht.
Daher sollte man sich dort, wenn man dazu kommt, nicht gleich beim ersten Gang den Bauch vollschlagen. Eines ist aber sicher, wenn der Käse gereicht wird, ist es dann vorbei - und dieser kommt gewöhnlich in Verbindung mit dem Baguette. Während der Wein immer dabei ist.
Die Zwischen - Mahlzeiten, im Süden Deutschlands gern als Vesper bezeichnet, bestehen in der französischen Kultur in der Regel aus Baguette und Rotwein. Und das ist gut so! Es ist eben typisch Französisch.
Na dann: Bon Appetite!
Ein leises Flüstern ins Ohr…ein zartes ”
Je t´aime”.
Wer könnte da nicht wiederstehen?Franzosen sollen ja angeblich allein schon deshalb sein, weil sie so unglaublich gefühlvoll sind.Mit einem Franzosen eine Liason einzugehen ist wirklich IMMER ein Abenteuer. Denn Franzosen sind sehr temperamentvoll…vergesst doch mal bitte die Italiener oder Spanier…bei denen kommt eh immer erst die Mama und dann die Bambinos. Aber bei Franzosen…da…kommt man direkt nach der Créme brulée und den Froschschenkel.
Und wer verbindet denn die schönste Sache des Lebens nicht mit Essen? Äh, ja…anderes Thema.
Wirklich interessant wird es erst wenn ein Franzose anfängt dir in seiner Heimatsprache etwas in Ohr zu flüstern, dass über “je t´aime” und “Voulez vous couchez avec moi” hinausgeht. Er könnte dich eigentlich auch langweilig nennen (franz. fastidieux) und ma
n würde dennoch dahinschmelzen. Das ist das der Bonus bei Franzosen. Sie bekommen allein wegen ihrer Sprache alles was sie wollen. Weil wir einfach dahinschmelzen. Denn Franzosen würden doch niemals was Fieses sagen…dafür sind sie doch viel zu elegant. Sie bezahlen dir dein Essen, sie sagen dir wie schön du bist (zumindest glaubst du das) und du bekommst für einen Abend genau das was du willst…Beziehung? Nee…die Franzosen lieben die Liebe, deshalb versuch es lieber niemals mit einer Beziehung. Beziehung heißt für Franzosen über “Schenkel” zu philosophieren…