Der Mythos des aussterbenden Gens für rote Haare ist Humbug, ebenso wie all die hübschen Fabelmärchen, die sich um rothaarige Menschen ranken. Warum man als „Ginger“ vor allem in Großbritannien stark gemobbt wird, gibt es hier zu lesen.
Ähnlich wie das Mär um die aussterbenden Blondinen hat sich vor einigen Jahren das Gerücht verbreitet, dass das Gen, das für rote Haare zuständig ist, vom Aussterben bedroht sei und dass es in Zukunft weniger und weniger Rotschöpfe geben würde.
Rote Haare sterben aus?
Zwar ist das Gen für rote Haare äußerst selten, aber solange nicht jeder Mensch stirbt, der es auch nur rezessiv in sich trägt, wird es immer mal wieder rote Haare geben, selbst wenn so manche Leute anscheinend dafür wären, nie wieder diese wunderschönen, feurigen Schöpfe zu sehen. weiterlesen »
Schotten sind geizig und knausern an allen Ecken und Enden. So heißt es jedenfalls immer wieder. Das Klischee hält sich ebenso hartnäckig wie der Kilt als traditionelles Beingewand der männlichen Schotten. Aber was ist dran?
Der Geiz der Schotten ist eines dieser wunderbaren Beispiele für Klischees, welche die Eigenschaft einzelner Individuen auf ein ganzes Volk oder eine ganze Nation übertragen. Ein Deutscher zeigt sich stets pedantisch, akkurat und ordentlich, ein Japaner geht nie ohne Fotoapparat auf Reisen und ein Schotte spart, wo immer er kann. Alles Blödsinn oder steckt doch ein Körnchen Wahrheit hinter dem Vorurteil?
Britisches Ekel-Essen – haben Sie damit schon einmal Bekanntschaft gemacht? Die Briten haben eine ganze Menge ungewöhnlicher Dinge auf ihren Tellern. Doch sind Haggis, Blood Pudding, Deep Fried Mars Bars und Co. wirklich so eklig wie es ihre Zutaten vermuten lassen?
Die spinnen doch die Briten! Sind Marsriegel dank ihrer Karamel- und Cremefüllung nicht kalorienhaltig genug? Muss die Sünde noch zu einer Todsünde avanciert werden? Die Briten scheinen das gut zu finden und verpassen dem leckeren Marsriegel mal eben einen Schlafrock. Fettig frittiert wird er dann zur britischen Spezialität. Igitt oder hmmm lecker!? weiterlesen »
Im englischen Ausland, aber besonders im Vereinigten Königreich selbst, gelten ganz bestimmte Benimmregeln, an denen wir Deutschen uns ruhig eine Scheibe abschneiden könnten. Denn wenn man in England als Ausländer weniger auffallen möchten, lohnt es sich, einige kleine Alltagsregeln zu beachten. Und wer weiß, vielleicht bleibt man als Vertreter seines Landes ja auch positiv im Gedächtnis.
Die Engländer sind im Allgemeinen sehr höflich und reserviert. Vergisst man einmal Bitte und Danke zu sagen, wird das als schlechtes Benehmen registriert, das gilt ebenfalls für alle anderen englischsprachigen Ländern, wobei man in Teile der USA wohl Ausnahmen machen kann.
Der Engländer neigt dazu sich für die kleinst möglichste Unannehmlichkeit zu entschuldigen, daher ist es ratsam ein kurzes ’sorry’ lieber zu häufig als zu wenig über die Lippen zu bringen. Doch an diese für Deutsche untypische Freundlichkeit gewöhnt man sich schnell, da sich alle Anderen um einen herum ebenfalls ständig entschuldigen.
Wenn man etwa gezwungen ist, dicht an einer anderen Person vorbei zu gehen, sie gar zu streifen, erzwingt dies unweigerlich eine kleine Entschuldigung. Nicht selten, wenn man versehentlich jemanden im Vorbeigehen berührt oder gar angerempelt hat, entschuldigt sich sogar der Gestoßene.
Türen werden Entgegenkommenden oder Nachfolgenden meist rücksichtsvoll aufgehalten und man lässt Anderen prinzipiell den Vortritt. Muss man einmal etwas länger warten und sich an einer Schlange anstellen, gilt dies als selbstverständlich. Unvorstellbar ist es sich einfach vor zu drängeln, selbst wenn es noch so wichtig ist. Vermutlich würde zwar keiner der Wartenden lauthals aufschreien und sich beschweren, wegen der guten Manieren, doch sollte man es nicht herauf beschwören.
Deutsche Autofahrer sollten sich im englischen Ausland auf ein eher defensive Fahrweise einstellen. Auch in großen Städten oder auf hektischen Highways gewährt man anderen das Einfädeln und hält genügend Abstand ohne zu drängeln. Besonders wichtig ist, dass man die Hupe wirklich nur im äußersten Notfall betätigt! Nur weil der Vordermann nicht gleich losfährt, wenn die Ampel auf grün springt, muss man gleich ein lautes Hup-Konzert veranstalten.
Die Engländer haben ihren ganz eigenen Lebensstil, das ist klar. Sie sind höflich und hilfsbereit, was besonders Autofahrern im Straßenverkehr auffallen wird. Sie gelten als zurückhaltend, kaum aufdringlich und stellen gerne ihren sprichwörtlichen trockenen Humors zur Schau.
Doch trotz all der Nettigkeit verzichten die Bewohner des Inselstaates nicht auf ihre traditionellen Eigenheite. So misst man immer noch in inches und feet statt Zentimeter oder Meter, stones statt Kilos für das Gewicht einer Person, pints als Maß für Getränke und gallons als Maß für Benzin, sowie ounces statt Gramm beim Backen.
Man zahlt mit Pfund statt mit Euro. Die Autos fahren auf der falschen Seite. Und die Bewohner sind berühmt für ihre Exzentrik, ihren Humor und die Erfindung einer völlig unverständlichen Sportart. Man spielt hier zwar auch viel Fussball, aber der typische englische Sport ist Cricket.
Engländer sprechen von Natur aus die Weltsprache, in der zumeist in Politik, Wirtschaft und auf Reisen kommuniziert wird: Daher sehen sie allerdings oft keine Notwendigkeit für das Erlernen einer Fremdsprache. Durch ihre koloniale Vergangenheit haben sie auf allen Kontinenten rund um den Globus ihre Kultur und Sprache hinterlassen. Und so prägt Mobilität auch heute die englische Gesellschaft, wenn auch mehr innerhalb des Landes. Das ist am deutlichsten am häufigen Umziehen zu bemerken, es scheint gar ein Volkssport zu sein. weiterlesen »
Denke ich an England habe ich trotz Globalisierung, EU und voranschreitender Völkerverständigung immer noch das typische Klischee im Kopf. Die schicke Londoner City, kühl, verregnet und introvertiert. Stimmt das oder scheint im Vereinigten Königreich auch mal die Sonne?
Visionen von England lassen mich immer etwas erzittern und mit den Zähnen klappern. Verregnete Straßenzüge und Plätze an denen sich unterkühlte Backsteinhäuser mit weißen Fenstern aneinander schmiegen entstehen in meinem Kopf wenn ich meine Gedanken hinüber zu Europas größter Insel schweifen lasse.
In den urigen Pubs wird lauthals eine Runde Guinness oder Cider nach der anderen getrunken um sich warm zuhalten, während im Kamin ein Feuer prasselt. Denn feiern können sie auf jeden Fall, die Engländer, das beweisen sie als Touristen ja gerne laut und ausdauernd an allen schönen Urlaubsregionen dieser Welt. weiterlesen »
Kaum ein Land löst mit seinem Essen so unterschiedliche Reaktionen aus wie England. Die Engländer selbst schwören auf ihre Küche, Ausländer sind entweder angewidert oder aber begeistert.
Was ist denn alles typisch englisch wenn es ums Essen geht?
Zu allererst fängt es beim Frühstück an. Baked eggs, also gebackene Eier, stehen da ganz oben, dicht gefolgt von Bohnen, die in der Regel kalt sind. Ansonsten kann man auch gebratene Würstchen sowie Speck auf dem Frühstücksteller des Engländers entdecken. Ebenfalls gern auf den Tisch kommt Porridge. Das ist ein Haferbrei, der entweder mit Wasser oder Milch zubereitet wird und wahlweise mit Honig oder Früchten verfeinert werden kann.
Mittags gibts gerne Rindfleisch (beef), auch mal mit Minzsauce. Ansonsten relativ weit oben auf der Liste: Fish and Chips, Bratfisch mit Pommes, dazu wird Remoulade oder Mayo serviert. Darüber hinaus haben’s unsere englischen Freunde mit “Pudding”. Yorkshire Pudding und Plum Pudding sind nur einige Beispiele.
Ansonsten wird zum Tee gerne ein Sandwich gereicht, pickles (also eingelegte Gurken) werden mit Vorliebe verspeist und Kartoffelchips gibt es in fragwürdigen Geschmacksrichtungen wie “Essig und Salz”.
Vieles davon klingt erstmal gewöhnungsbedürftig. Aber hier wie auch überall sonst gilt - erstmal probieren und dann schimpfen. ![]()
“Etwas heißes Wasser mit Milch bitte.” “Köstlich, ist es nicht?” Die Briten in “Asterix bei den Briten” sind die bildgewordene Comic-Vorstellung des restlichen Europa vom durchschnittlichen Inselbewohner.
Dabei kam der Tee eigentlich über den Seeweg aus China nach Europa. Die Niederländische Ostindien Kompanie brachte 1610 die ersten Ladungen grünen Tees nach Holland. Erst 1699 wurde das Monopol für den Handel mit dem asiatischen Raum an die English East India Company verkauft.
Überhaupt war der heute als “typisch englisch” verschrieene Tee zuerst etwas für den englischen Adel. Erst mit der Zeit entstanden Teegärten und Teegeschäfte, aber bis zur Moderne blieb Tee ein Hobby für die Reichen und damit eine sehr wertvolle Handelsressource.
Dieses Klischee stimmt also so nur halb. Tee ist seit je her etwas typisch chinesisches bzw indisches gewesen und hat seinen Weg in die englische Kultur nur über den Handelsweg gefunden. Auf der anderen Seite unterscheidet sich die englische Teekultur von der ihrer östlichen Vorfahren erheblich, man kann also schon sagen, dass die Engländer den Tee vereinnahmt haben.
Vor allem die “Tea time” ist, zumindest bei älteren Engländern, ein wichtiger Bestandteil der Freizeit. Man kann also vielleicht nicht sagen, dass der Ursprung des Tees in England liegt, aber dass heutzutage viele Engländer Tee trinken, stimmt. Eine “Nation von Teetrinkern?” In sofern wohl doch typisch englisch.
Die meisten Menschen mögen ja Tee. Früchtetee, grüner Tee, schwarzer Tee - mit Zucker, Honig, Kandis, Milch oder womit auch immer - der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Allerdings ist kein anderes Land so berühmt für seine Teevorliebe wie Großbritannien, insbesondere England. Die Briten zelebrieren den Teegenuss und vor allem der Nachmittagstee wird nach ganz bestimmten Regeln getrunken. Man nimmt ihn so zwischen vier und fünf Uhr nachmittags zu sich, an einem niedrigen Teetisch. Dazu werden Sandwiches oder Gebäck gereicht. Einplanen sollte man dafür ungefähr eine Stunde. Wer aufgrund von Arbeitszeiten nicht genügend Spielraum dafür hat, lässt sich den Nachmittagstee zumindest am Wochenende nicht nehmen.
Was für Tee trinkt man denn jetzt eigentlich in Großbritannien? In der Regel ist das schwarzer Tee, am liebsten kräftig. Um diesen starken Tee geschmacklich etwas zu mildern - na? Richtig, trinkt man ihn vorzugsweise mit Milch. Im Übrigen wird sich teilweise sogar darum gezankt, nach welchem Prinzip der Tee eingegossen wird - Tee zuerst oder Milch zuerst.
Als Krönung der Teeliebe gibt es sogar eine eigene “Tee-Etikette”. Um nur einige der Regeln mal aufzuzählen: Der Gast schenkt sich nie selbst ein. Das macht der Gastgeber, der im Übrigen auch Zucker, Milch etc. hinzufügt. Der Henkel der Tasse ist nur mit Daumen und Zeigefinger festzuhalten. Wer besonders edel sein möchte, hebt Tasse und Untertasse auf Kinnhöhe, sodass die Teetasse beim Trinken nur geringfügig von der Untertasse angehoben wird.
Rauchen ist während des Teetrinkens übrigens gar nicht gern gesehen. Der böse Rauch könnte das Aroma des Tees beeinträchtigen ![]()