Euphorische Begeisterung oder krasse Ablehnung: Spinat hat es nicht immer leicht in deutschen Küchen. Vor allem Kinder werden häufig aufgrund des angeblich hohen Eisengehalts zum Verzehr des grünen Gemüses genötigt. Zu Recht?
Schuld könnte der adrette Comic-Seemann Popeye mit seinen imposanten Muskeln sein. Gewöhnliche Superhelden und Cartoon-Figuren gönnen sich vor großen Prüfungen ein Schlückchen Elixier oder andere bezaubernde Getränke. Doch Popeye ist anders. Bevor er seine Widersacher aus dem Wege räumen kann, genehmigt er sich eine großzügige Portion Spinat, die seine Kraft wachsen lässt. Öko-Zauber, sozusagen.
Dass das Grünzeug kein Wundermittel ist, nun gut, zu dieser Erkenntnis brauchte es nicht viel. Dennoch hält sich das Klischee, Spinat enthalte viel blutbildendes Eisen, überaus hartnäckig. Doch auch dies ist leider nur ein Trugschluss. weiterlesen »
Ein Stück Schokolade in Zeiten des Grams und die Welt sieht gleich weniger trostlos aus. Und manchmal kriegt man einen schlimmen Jieper nach Süßem.
Was wir eigentlich immer als psychosomatisches Bedürfnis abgeschrieben haben, ist jetzt wissenschaftlich fundiert - Zucker macht süchtig. An der amerikanischen Universität Princeton fütterten Forscher Ratten täglich mit größeren Zuckerrationen und stellten diese nach einiger Zeit wieder ein.
Die Ratten zeigten Symptome und litten wie bei einem Drogenentzug. Es wird vermutet, dass sich dieses Ergebnis auf den Menschen übertragen lässt.
Warum sind wir überhaupt so verrückt nach Süßem? Ernährungsexperten vertreten die Meinung, dass die Lust auf Zucker anerzogen wird. “Je früher Kinder Süßes essen, desto stärker ist ihr Verlangen danach”, sagt Harald Seitz.
Grund: Zucker versorgt den Organismus schnell mit Glukose - sprich Energie für Muskeln und Hirn. Gesünder ist es, wenn Glukose aus Kohlenhydraten gebildet wird und zwar vom Körper selbst.
Sucht nach und Entzugserscheinungen ohne Zucker? Oops, das dürfte einigen von uns durchaus bekannt vorkommen! Kopfweh, brummelig, unkonzentriert - und nur ein Schokoriegel kann das Ganze wieder ins Lot bringen. Vielleicht sollten wir uns darüber Sorgen machen. Wie man einen Zuckerentzug macht um von der Sucht loszukommen, verrieten Seitz und die US-Forscher jedenfalls nicht. Da möchte man seine Ernährung fast schon ein bisschen überdenken…
Ein bisschen Zucker darf man sich ab und zu allerdings schon mal gönnen, da sind sich auch die Ernährungsexperten einig.
Kaum ein Land löst mit seinem Essen so unterschiedliche Reaktionen aus wie England. Die Engländer selbst schwören auf ihre Küche, Ausländer sind entweder angewidert oder aber begeistert.
Was ist denn alles typisch englisch wenn es ums Essen geht?
Zu allererst fängt es beim Frühstück an. Baked eggs, also gebackene Eier, stehen da ganz oben, dicht gefolgt von Bohnen, die in der Regel kalt sind. Ansonsten kann man auch gebratene Würstchen sowie Speck auf dem Frühstücksteller des Engländers entdecken. Ebenfalls gern auf den Tisch kommt Porridge. Das ist ein Haferbrei, der entweder mit Wasser oder Milch zubereitet wird und wahlweise mit Honig oder Früchten verfeinert werden kann.
Mittags gibts gerne Rindfleisch (beef), auch mal mit Minzsauce. Ansonsten relativ weit oben auf der Liste: Fish and Chips, Bratfisch mit Pommes, dazu wird Remoulade oder Mayo serviert. Darüber hinaus haben’s unsere englischen Freunde mit “Pudding”. Yorkshire Pudding und Plum Pudding sind nur einige Beispiele.
Ansonsten wird zum Tee gerne ein Sandwich gereicht, pickles (also eingelegte Gurken) werden mit Vorliebe verspeist und Kartoffelchips gibt es in fragwürdigen Geschmacksrichtungen wie “Essig und Salz”.
Vieles davon klingt erstmal gewöhnungsbedürftig. Aber hier wie auch überall sonst gilt - erstmal probieren und dann schimpfen. ![]()
Weiter geht’s mit Klischees, die Frauen auf der Suche nach ihrer Bikini-Traumfigur im Sommer in die Irre führen.
4. Margarine anstatt Butter aufs Brot und fürs Braten, denn Margarine hat weniger Kalorien. Nö, stimmt nicht. sowohl Butter als auch die Margarine bestehen zu gut achtzig Prozent aus Fett und nehmen sich daher kalorientechnisch wirklich gar nichts. Der einzige Unterschied zwischen den Beiden sind der Gehalt an Cholesterin und diversen Fettsäuren. Ein bisschen weniger Kalorien haben lediglich Halbfett- oder Diätmargarine, aber auch damit sollte man eher sparsam umgehen, wenn man abnehmen möchte.
Ist es nicht irgendwo albern, diesem Vorbild nacheifern zu wollen?
5. Das größte und meiner Meinung nach blödeste Klischee: Ich muss in meinem Bikini schlank und knackig aussehen, sonst blamiere ich mich am Strand. Wer sagt das? Was soll an volleren Schenkeln und einem vielleicht vorhandenen Bäuchlein denn bitte so schlimm sein? Frauen mit Rundungen sind wunderschön - vorausgesetzt sie fühlen sich wohl in ihrem Körper. Und solange man nicht fettleibig ist, sind gegen zwei, drei Kilo zuviel auch mit Bikini ja wohl nichts einzuwenden. Liebe Damen, entspannen Sie sich einfach. Der Sommer ist zum Erholen, sich bräunen und schwimmen gehen da. Und wer das genießt und sich nicht permanent selbst für jedes vertilgte Eis oder jede kleine Fettzelle verteufelt, hat nicht nur mehr Spaß am Leben, sondern wirkt von Natur aus attraktiv.
In diesem Sinne - einen schönen Sommer!
Der Sommer steht ins Haus und Frauen, vereinzelt sogar auch der ein oder andere Mann, werden jetzt von Natur aus wieder paranoid, was ihren Körper angeht. Dann wird an minimalen Fettpolstern herumgenörgelt und relativ schnell steht auch fest: Es muss Diät gehalten werden, damit man sich im Bikini nicht lächerlich macht.
Was Diäten angeht gibt es ja auch die verschiedensten Klischees und Gerüchte. Mit den größten Irrtümern soll dieser Artikel aufräumen.
1. Fasten. Soll bekanntlich entgiften und schnell zur schlanken Linie führen. - Fakt ist, das ist Unsinn. Bei kurzfristigem Fasten wird vom Körper hauptsächlich Muskelmasse abgebaut, die Fettpolster bleiben dabei fast vollkommen unangetastet. Der Verlust von Muskeln schwächt übrigens das Bindegewebe und begünstigt Cellulite - und die sieht im Bikini nun wirklich nicht toll aus.
So möchten die Frauen im Sommer auch gerne aussehen.
2. Bei Diäten soll man auf Obst verzichten, denn selbiges macht dick. Woher diese absurde Behauptung kommt, ist mir schleierhaft. Obst besteht fast zu achtzig Prozent aus Wasser und ist in der Regel fettfrei. Davon zuzunehmen ist praktisch beinahe unmöglich.
3. Süßstoff ist verboten, davon nimmt man zu. Fakt ist, dass Süßstoff keine Kalorien enthält und keinerlei Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel hat. Wer sich seinen Tee oder Joghurt damit süßt, nimmt definitiv weniger Energie zu sich, als wenn er mit Honig oder Zucker gesüßt hätte. Beim Einsparen von Kalorien hilft Süßstoff daher definitiv.
Mit weiteren Irrtümern rund ums Thema Abnehmen räumen wir in der Fortsetzung dieses Beitrags auf.
Vegetarier essen kein Fleisch. Klar, dass denen da was fehlt. Schließlich liefert Fleisch den Menschen (oder nur den Männern?) Proteine, ohne die sich die Muskeln nicht aufbauen können. Deswegen sind alle Vegetarier schmächtig und zerbrechlich.
Das Wort “Vegetarier” kommt ja nicht von umsonst von “Vegetieren”! Und im Kopf können die auch nicht viel haben, der muss ja ebenfalls auf halber Leistung laufen… Komisch eigentlich, dass so viele Menschen Vegetarier sind, und das überleben… weiterlesen »
Gerade was das Trinken angeht, gibt es ja viele Mythen und Märchen, die hartnäckig verbreitet werden und in den Köpfen der Menschen herumspuken. Untersuchen wir doch mal ein paar von ihnen.
1. Behauptung: Man kann gar nicht zu viel trinken!
Ähm… doch. Kann man. Menschen, die an Herz- oder Nierenkrankheiten leiden, sollten dringend die benötigte Flüssigkeitsmenge pro Tag vom Arzt festlegen lassen. Außerdem gibt es etwas wie Überwässerung: Wer zuviel pures Wasser trinkt, hat zu wenig Salze im Körper - bricht also zusammen. Vereinzelt gab es deswegen sogar Todesfälle. Man tut sich also mit Dauersauferei von zehn Litern am Tag nicht zwangsweise was Gutes.
2. Behauptung: Man muss nicht aufs Trinken achten. Der Durst meldet sich schon.
Nunja. Das Durstgefühl setzt erst dann ein, wenn der Körper bereits viel Flüssigkeit verloren hat. Und gerade im Alter lässt das Durstgefühl nach, deswegen neigen Senioren oft dazu, viel zu wenig zu trinken! Normal sollten es ungefähr anderthalb bis zwei Liter täglich sein. Also - nicht auf den Durst verlassen. Zu jeder Mahlzeit etwas trinken und sich auch zwischendurch mal ein Gläschen Flüssigkeit gönnen.
3. Behauptung: Trinken ist ne prima Unterstützung bei Diät.
Die Flüssigkeit füllt den Magen, man ist eher satt und plagt sich auch nicht mit einem Hungergefühl herum, wenn man eine Weile nichts isst - der Magen hat ja mit dem Getränk zu tun. Soweit ist das alles richtig, nur sollte dabei klar sein, dass Cola oder kalorienhaltige Limo sicher NICHT die Diät begünstigt. Und auch Alkohol sollte man sich verkneifen, der Körper verbrennt ihn nämlich vor dem Körperfett. Und außerdem regt Alkohol auch noch den Appetit an.
4. Behauptung: Nur Wasser ist wirklich gut.
Sicher ist Wasser prima, man bekommt es praktisch überall und es ist gut kontrolliert und kalorienfrei. Der Körper bekommt sein Wasser aber aus vielen verschiedenen Quellen - und dem Organismus ist es dabei wurscht, ob die Flüssigkeit aus einer Gurke, einer Melone, Erdbeeren oder Tee stammt. Nur die Menge des Wassers und der darin gelösten Mineralien und Elektrolyten zählt dabei.
In diesem Sinne - guten Durst. ![]()
Fastfood? Da wird man fett von. Und krank. Und Pommes, Pizza und McDonalds sind Todesfallen für Figur, Gesundheit und überhaupt.
Das lässt sich so natürlich nicht komplett abstreiten, es ist aber auch nicht komplett wahr. Das Fastfood ist allgemein besser als sein Ruf. Es stimmt, Fastfood enthält oft sehr viel Fett. Aber - egal ob Kohlenhydrate oder Fett - letztendlich entscheidet die Anzahl der Kalorien, die wir zu uns nehmen, ob wir dick werden.
Natürlich, es lässt sich nicht leugnen - Kinder, die ständig Fastfood essen, werden eher pummlig. Gerade diese Kinder nehmen nämlich weniger Obst und Gemüse und folglich auch weniger Vitamine und gesunde Nährstoff zu sich.
Dabei macht ein Cheeseburger allein noch nicht dick - der enthält nämlich eigentlich “bloß” 300 Kalorien. (Für die Relation: Ein kleines Mädchen sollte mit einer Hauptmahlzeit ungefähr 450 Kalorien zu sich nehmen.) Das Figur-Problem wird durch die Menüs heraufbeschworen: Der Cheeseburger, der ja noch im Rahmen liegt, mit seinen 300 Kalorien, hinzu kommt die große Portion Pommes (die bringt auch nochmal rund 400 Kalorien mit) und die kleine Cola - das sind nochmal knapp 100 Kalorien zusätzlich. Und schon sind wir bei 800 Kalorien angelangt, was definitiv zuviel ist - und das nicht nur für ein kleines Mädchen. Zumal ein Cheeseburger, eine Pommes und eine Cola nicht unbedingt richtig satt machen, zumindest Erwachsene…
Ein interessanter Film zu diesem Thema ist “Supersize me”.
Wie kommt man nun also mit Fastfood klar? Weil verzichten mögen ja viele auch nicht, immerhin ist es für unterwegs am Einfachsten und zum Teil soooo lecker!
Also - 1. Auf jeden Fall langsam essen. Der Magen meldet nach rund 20 Minuten Nahrungsaufnahme: satt! Unabhängig von der Menge, die man verspeist hat.
2. Mengen reduzieren. Der Mensch hat in der Regel das Bedürfnis, seinen Teller leer bzw. seine Portion aufzuessen. Also einfach mal zur kleinen Portion Pommes anstatt zur mittleren greifen und auch ne kleine Cola tut’s.
3. Fastfood muss ja nicht immer Burger heißen. Wie wärs ab und zu auch mal mit Sushi? Definitiv kalorienärmer als Pizza und Whopper.
4. Bewusst essen. Wer sich einen Döner oder eine andere leckere Fastfood-Mahlzeit am Tag gegönnt hat, muss ja abends nicht auch noch eine Tüte Chips hinterher schmeißen. Den Rest des Tages ein bisschen Kalorien zählen und dann passt das schon.
Frohes Schlemmen! Aber nicht übertreiben. ![]()
Ob Sommer oder Winter, nur wenige können ernsthaft einer cremigen, vielleicht noch mit Schlagsahne überzogenen Kugel Eiscreme widerstehen.
Ob mit Waffeln, Schokosplittern oder sonst was garniert - Eis ist extrem lecker. Und das beste Eis ist aus Italien, sagt man. Also Eis = Italien. Aber kommt die Süßspeise auch aus Stiefel-Land?
Die Frage lässt sich schnell und eindeutig mit “Nein” beantworten. Das erste Eis gab es Schätzungen zufolge bereits in China. Auch Berichte aus dem alten Griechenland beschreiben eine Süßspeise aus Zutaten wie Gletscherschnee, Früchten oder Honig.
Das erste Eiscafé gab es allerdings tatsächlich in Italien, und zwar im 17. Jahrhundert. Das heute so beliebt Milcheis erfand ein Franzose gegen Ende des 18. Jahrhunderts.
Mein persönlicher Liebling, das Softeis, entwickelte Mitte des 20. Jahrhunderts ein Brite.
Man sieht, bei der Geschichte der Eiscreme hatten verschiedene Nationen ihre Finger im Spiel. Was allerdings definitiv aus italienischer Hand stammt, ist das Tartufo, eine Art Eispraline. Das ist eine Kugel Vanilleeis mit Schokosauce gefüllt und von einer Schicht Schokoladeneis umhüllt. Die Grundlage für den Eiskaffee stammt im Übrigen ebenfalls aus Italien.
Wie dem auch sei - Eis schmeckt am besten an einem schönen Sommertage. Und eben solche sollten uns in ein paar Wochen doch wieder bevorstehen.
Also, frohes Schlecken!
Das beliebteste Nudelgericht? Da sind sich wahrscheinlich viele einig und werden “Spaghetti” rufen. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, Spaghetti also hin oder her - allgemein herrscht doch die recht verbreitete Meinung, Nudeln kämen aus Italien.
Liegt ja auch nahe, oder? Spaghetti Napoli, Carbonara, Lasagne… klingt ja auch alles schön italienisch. Aber sind Nudeln bzw. insbesondere Spaghetti wirklich auf dem Mist der italienischen Köche gewachsen?
Nein, tatsächlich nicht. Experten sind sich zwar nicht komplett sicher, aber Italien kann als Erfinder von Nudeln definitiv ausgeschlossen werden. Wer war es dann? Es herrschen verschiedene Theorien. Die einen sind sicher, dass Marco Polo sie seinerzeit aus China in die Außenwelt brachte. Andere berichten, dass es bereits in der griechischen Antike Nudelgerichte gab, in einigen etruskischen Gräbern sollen sogar Abbildungen von Maschinerien zur Herstellung von Nudeln gefunden worden sein. Was sicher ist - im 2. Jahrtausend vor Christus gab es im heutigen China schon Fadennudeln, die aus Hirsemehl (heute benutzt man vorwiegend Hartweizengrieß) hergestellt wurden.
Und so kann man z. B. Spaghetti Bolognese zubereiten…
Dennoch haben Italiener die Nudelkultur entscheidend geprägt: Von ihnen stammt die Gewohnheit, Spaghetti mit der Gabel aufzudrehen. Spaghetti schneiden oder auf dem Löffel aufrollen stößt in Italien weitestgehend auf Entsetzen
Die Nudel, sei sie nun aus China oder Griechenland oder sonstwoher, hat seit ihrer Entwicklung viele Abwandlungen erfahren. Es gibt neben Spaghetti: Makkaroni, Spirelli, Buchstabennudeln, Muschelnudeln, Fadennudeln, Spätzle, Maultaschen, Gnocchi, Glasnudeln, Udon, Soba-Nudeln, Ramen, Mie-Nudeln… und das ist nur ein Auszug von NudelARTEN, NudelGERICHTE gibt es noch wesentlich mehr. Man sieht also - Nudelfans werden sich beim Probieren der zahlreichen Varianten sicher niemals langweilen.
In diesem Sinne - guten Appetit!