Wenn in Serien oder Kinofilmen eine Betriebsfeier losgeht, weiß der geneigte Zuschauer schon vorab, dass jetzt auf jeden Fall etwas Spannendes passieren wird. Sei es nun, dass der Chef mit der Praktikantin wilden Sex auf dem Kopierer hat, oder die Kleine aus der Marketing-Abteilung einen Strip auf dem Tisch hinlegt, immer ist irgendwas los.
Ich muss ja ehrlich gestehen, vor meiner ersten Betriebsfeier hatte ich ein wenig Angst, denn ich fragte mich ernsthaft, welche Klischees, die ich gehört hatte, denn der Wahrheit entsprechen würden und welche nicht. weiterlesen »
Über Jurastudenten kursieren vor allem zwei Klischees: Zum einen, dass Juristen versnobt sind, Stehkragenhemden und Designerschuhe tragen, und zum anderen, dass Juristen keine Freunde haben, weil sie so viel lernen müssen. Es wird also Zeit diese Klischees etwas näher unter die Lupe zu nehmen.
Das berufstypische Klischee, dass Jurastudenten so viel lernen müssen, ist nicht ganz falsch. Des Öfteren hört man von Jurastudenten, die sich wochenlang in der Bibliothek einschließen und Gesetzestexte auswendig lernen. Allerdings hat Jura nicht immer so viel mit sturem Auswendig-Lernen zu tun, wie viele Klischees uns glauben lassen. Viel wichtiger ist es, die Systematik des Rechts zu verinnerlichen weiterlesen »
Ärzte – sie haben unter dem Tod von der Schippe entsprungenen Patienten zu leiden, die sich ständig wegen leichtem Schnupfen oder Verdacht auf Hornhaut an der Fußsohle krankschreiben lassen wollen. Mit der unverschämten Praxisgebühr zahlen sie dann ihre Mitgliedschaft im Golfclub.

Was der gemeine Arzt in Berlin tatsächlich so treibt, weiß ich nicht. Seitdem ich hier nun sieben Jahre lebe, war ich nämlich bei keinem. Das stellt zwar die Sinnhaftigkeit meiner – einstmals sogar privaten - Krankenversicherung in Frage, doch warum soll ich mir Siechtum und Pestilenz beim Onkel Doktor ansehen, wenn mir nichts fehlt. Auch die Zeitschriftenauswahl im Wartezimmer ist meist mehr als dürftig oder gar deprimierend. Wenn ich mich dazu herablasse, vielleicht einmal in zwei Jahren den Zahnarzt aufzusuchen, heißt es seit eh und je bzw. 27 Jahren: „Zahnstein, nehmen Sie mal Zahnseide. Ansonsten ohne Befund.“ An meiner Plomben-losen Kauleiste wird kein Arzt reich. weiterlesen »
Informatiker Klischees kann eigentlich jeder von uns runter beten: Sie sind schon als Kinder blasse, schwächliche Jungs, die bereits auf dem ersten Ultraschallbild eine Hornbrille tragen. Im Studium kommen dann Haltungsschäden, Pickel und der völlige Verlust jedweder Form von sozialer Kompetenz dazu. Klar. So und nicht anders sehen Informatiker aus.
Informatiker stechen in Bezug auf Klischees schon unter Studenten irgendwie heraus. Die Pädagogen sind allesamt nervige Tigerenten, die alles „voll schööön“ finden, BWLer tragen nur Polohemden mit hochgeklappten Kragen in Eiscremefarben, Sportstudenten und Intelligenz schließen sich prinzipiell gegenseitig aus, Grafiker haben immer die coolsten Schuhe und Frisuren und die Schauspielschüler erkennt man daran, dass sie einem im Café mit solch einer Arroganz die Karte reichen, dass man sich am liebsten entschuldigen würde überhaupt den Gedanken gefasst zu haben etwas bei ihnen zu bestellen. Klischees gibt es zu allen Berufszweigen, aber die der Informatiker, ihr wisst schon, die faden Nerds, halten sich am hartnäckigsten.
Informatiker sind die Gollums des Alltags. Sie leben zurückgezogen in einer Höhle (Kinderzimmer bei Mutti), haben dicke Augenringe, meiden das Sonnenlicht, essen nur Mist, am liebsten Cola und Pizza, haben ein Problem mit der Kommunikation (nein, sie sprechen zum Glück nicht von sich in der dritten Person), keine Freunde und es dreht sich alles um ihren Schatz- den Computer.
Ab-geeeee-dro-schen! weiterlesen »
Studienabbrecher quält diese Frage oft Ewigkeiten, bis sie sich endlich dazu durchringen das ungeliebte Studium an den Nagel zu hängen. Eltern und Freunde reagieren meist verständnislos oder besorgt. Zu Recht? Stimmt das Klischee vom Studienabbrecher als Loser ohne Karriereperspektive wirklich?
Gründe das Studium abzubrechen gibt es viele: mangelndes Interesse, Geldknappheit, Prüfungsangst, die Neigungen haben sich verändert oder der Stoff wird einfach nur trocken vermittelt. Wie auch immer, die meisten Studenten, die beschließen ihr Studium tatsächlich abzubrechen, machen sich die Entscheidung nicht leicht. Zu präsent ist das Bild vom Versager, der sich mit dem Knick im Lebenslauf die Zukunft verbaut, welches uns die Leistungsgesellschaft nur all zu gerne vermittelt. Dieses Klischee muss aber nicht stimmen. Schema F passt eben nicht auf alle Menschen. Wer aus freien Stücken und überzeugt das tut, was er für richtig hält und seinen wirklichen Neigungen entspricht, der hat meist viel größere Erfolge, als jemand, der sich einem Schicksal ergibt, das andere beschlossen haben. Lebende Beweise kenne wir fast alle, wissen es nur nicht. Das soll sich durch diesen Artikel ändern! weiterlesen »
Model werden - fast jedes Mädchen hat mindestens einmal im Leben diesen Traum. TV-Shows wie „Germany’s next Topmodel“ gaukeln vor die Chance auf den Traumjob sei zum Greifen nah.
Was ist dran an den Klischeevorstellungen vom Traumjob Model?
1.) Spieglein, Spieglein an der Wand, könnte auch aus mir eine zweite Claudia Schiffer werden?
Jein. Die Chancen auf eine Topmodelkarriere wie Claudia Schiffer und Heidi Klum sie hinlegten, sind sehr gering. Die meisten Models verschwinden nach wenigen Jahren wieder in der Versenkung. Mit Ende 20 ist meist Schluss, man sollte jedoch früh angefangen haben. 14-15 wird als Einstiegsalter empfohlen. Auf den Laufsteg darf man in den meisten Ländern, z.B. in Deutschland, jedoch erst ab 16.
2.) Um Model werden zu können, muss man mindestens 1,75m groß sein.
Nööööt! Falsch! Kate Moss ist gerade 1,72m groß, ihre Kollegin Agyness Deyn misst ebenfalls nur 1,73m.
3.) Tolle Klamotten tragen und nichts tun, außer vor der Kamera posieren und damit auch noch reich werden, traumhaft!
Oha, das ist eine ganz falsche Vorstellung. Das Fashion-Business ist knallhart. Models werden wie Objekte behandelt, wer nicht den Maßen oder Vorstellungen entspricht, wird einfach ersetzt. Das Schminken und Stylen dauert manchmal mehrere Stunden. Man braucht viel Geduld und darf dabei nicht zimperlich sein, auch um den heißen Scheinwerfern beim Fotoshooting stand zu halten, manchmal in den unbequemsten und hirnrissigsten Positionen, wenn es der Fotograf verlangt. Und nicht vergessen, immer schön lächeln! Die Bezahlung reicht kaum um langfristig davon zu leben. Sieht es in einem Monat mal schlecht aus mit Aufträgen, gibt’s auch kein Geld. Außerdem behalten die Augenturen ca. 30% der Gagen als Provision ein. weiterlesen »
Studenten sind faule Chaoten und feiern ständig statt mal was Richtiges zu tun, z.B. arbeiten. So oder so ähnlich denkt anscheinend manch einer. Auch wenn diese Einschätzung nicht immer verbal geäußert wird, lässt sie sich durchaus des öfteren an den Reaktionen des Gegenüber erkennen.
So habe ich mich denn nun geoutet: Ja, auch ich war mal Student. Tatsächlich war auch ich manches Mal faul, chaotisch oder habe mit dem Feiern und Trinken übertrieben, so dass die Seminare am Vormittag auch mal ausfielen. Wenn just an diesem Morgen der Postbote um 11 Uhr klingelte und man verkatert und verlottert öffnete, konnte man sich des abschätzigen Blickes sicher sein und des sich anschließenden Gedankens: Typisch Student! Auch in diesem Fall war wieder einmal die Verallgemeinerung des Klischees bester Freund.
Selbst bei gelegentlichen Kneipenbesuchen unter der Woche - ganz legitim, wenn man am nächsten Tag keine Veranstaltungen zu besuchen hat, sondern vielleicht nur für ein paar Stunden in die Bibliothek will - schienen die anderen Besucher, die spätestens um Mitternacht aufbrachen, weil sie am nächsten Tag arbeiten mussten, oder der Taxifahrer, der einen schließlich um 4 Uhr zu Hause absetzte, sagen zu wollen: Das können nur Studenten sein, wenn die bis in die Puppen saufen.
Nur: wer weiß denn schon, dass man als Student eben nicht zwangsläufig einen geregelten Tagesablauf hat? Dass man die Zeit zu Hause auch zum Arbeiten nutzt, zum lesen, lernen, schreiben nämlich? Dass man auch mal die Nacht durcharbeitet? Dass die Nerven in Prüfungsphasen bis zum Reißen angespannt sind? Dass auch Lernen und Studieren harte Arbeit ist? Dass auch Studenten nur Menschen sind?
Frauen, die erzählen, sie seien selbstbewusst, offen und ehrlich, die lügen zu 99,9% bereits in diesem Moment, wo sie es aussprechen. Warum?
Wenn man all das wirklich ist, ist man das einfach, man betont es nicht extra. Das wäre wie ein Golfspieler, der jedem gleich vornweg erzählt, er spiele Golf. Er erzählt es nicht bei jeder Gelegenheit, er tut es einfach. 
Besonders deutlich wird das bei vielen sog. Business-Womens, die keinen passenden Gegenpart finden. Haben die sich schon mal wirklich angeschaut, warum es keinen Mann an ihrer Seite gibt? Könnte es vielleicht sein, das diese Männer erkennen, dass die Frau bei all ihrem Streben nach “jemand-sein” vergessen hat, dass sie eine Frau ist und mehr ist als nur Business-like?
Ich persönlich finde Frauen, die nicht zu der sog. “Spitze” gehören und auf andere wertig hinabschauen, die ein normales Leben führen mit Höhen und Tiefen. die sich selbst als Frau wahrnehmen und auch so von anderen wahrgenommen werden, wesentlich stärker, selbstbewusster und intensiver als die vermeintlichen Karrierefrauen. Mir persönlich imponiert das viel mehr, aber eben auch eine sympatische Art und Weise ;-). Frau sein einfach.
Ich selber gehöre zu den Frauen, die was im Kopf haben und damit auch punkten. Doch habe ich das Glück, nicht nur darauf rumreiten zu müssen.
Ich messe nicht am Erfolg, an der äußeren Erscheinung und den Klamotten, die jemand trägt. Wichtig ist, dass man sich selbst treu bleibt. Erfolg schmücke ich mich, sondern mit dem “Mensch sein” selber.
Und erst wenn Frauen auch einfach nur erfolgreich sind, ohne das Minderwertigkeitsgefühl zu hegen, diesen Erfolg auch signalisieren zu müssen, erst dann sind sie wirklich emanzipiert.
Bis dahin werden gerade die interessanten und reifen Männer eher die Kassiererin im Supermarkt oder die einfach Angestellte suchen, die so sind wie sie sind und nicht nur ein Abklatsch ihrer eigenen Klischees.
Wenn man sich die Film- und Fernsehlandschaft in den letzten Jahren mal betrachtet, könnte man fast denken “Piraten” kämen wieder in Mode.
Klamotten kommen in Piratenoptik daher, der obligatorische Totenkopf ziert viele Stoffe - ausgelöst wurde der Trend möglicherweise von der “Fluch der Karibik”-Reihe. Darüber hinaus hört man in letzter Zeit auch in den Nachrichten vermehrt von Piraterie-Übergriffen auf den Meeren.
So weit so gut, aber was ist denn nun ein Pirat?
Die Klischee-Vorstellung versorgt uns mit dem Bild eines bärtigen Typen, der einen Papageien auf der Schulter hat, eine Kapitänsmütze trägt, ein Holzbein hat und zusätzlich eine Augenklappe trägt. Er segelt über die Weltmeere und raubt und brandschatzt, was das Zeug hält und hat mindestens einen gewaltigen Goldschatz irgendwo versteckt. Und falls nicht, so ist er dabei, sich einen solchen zusammenzuklauen. Er reist mit einer Truppe schräger Vögel auf einem Schiff und gemeinsam genießen die Männer sie mit viel raubeinigem Charme und Alkohol ihre verbrecherischen Machenschaften.
Wer mal in allen Details hinter die Stereotypen blicken möchte, besucht die Webseite von Was ist Was zum Thema Seeräuber.
Das Wort “Pirat” stammt im Übrigen aus dem Griechischen und bedeutete ursprünglich mal soviel wie “etwas wagen oder versuchen”. Piraten sind also nur wagemutige Abenteurer.
Die Gründe für Piraterie waren dieselben, wie auch heute noch für viele Arten von Verbrechen: Man träumte vom schnellen Geld oder aber wollte gesellschaftlich aufgedrückten Zwängen entfliehen. Viele schlossen sich den Piraten auch an, weil sie ihren Platz in der Gesellschaft verloren hatten oder erst gar keinen besaßen und sonst nicht wussten wohin mit sich.
Verkäufer haben generell schlechte Laune und lassen die Kunden ihren Missmut spüren. Erst letztens war ich in einem großem Kaufhaus zu Berlin, dass bis um 22 Uhr geöffnet hat.
Um 21 Uhr kam ich auf die Idee noch die Pforten des Kaufhauses zu betreten und ein bisschen mit einer Freundin zu shoppen.
Im ersten Laden stand schon die erste gelangweilte und frustriert aussehende Verkäuferin. Der Mundwinkel hängt bis zu den Füßen runter, meist wir die Langeweile und seelische Ermüdung noch unterstrichen, indem man gelangweilt seine Fingernägel anschaut.
Ich wagte es trotzdem diese Frau anzusprechen, ob Sie farbige Strumpfhosen habe. Monoton bekam ich die Antwort, sie haben keine bunten Strumpfhosen. Als ich fragte, wann es denn wieder welche gäbe, bekam ich die gleiche freche Antwort, die überhaupt nicht auf die Frage von mir passte: Sie habe keine Strumpfhosen: Ich: Ach so…!? Während den Antworten schaute Sie gelangweilt in eine andere Richtung. Serviceosase Deutschland? - von wegen!
Daraufhin sagte ich ihr, sie habe ja bald Feierabend, Kopf hoch und einen wunderschönen Abend noch! Wieder kein Tschüss oder dergleichen. Im nächsten Geschäft lauerte die nächste missgelaunte Verkäuferin, die gerade ein bedeutungsvolles Telefonat über Ihre kreischend bunte, tattooartige Fingernagelpediküre führen musste.