Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


Archiv: berufstypisch

Hostess ist für Studentinnen ein prima Job um in den Semesterferien in wenigen Tagen eben mal schnell ein paar hundert Euro zu verdienen. Doch ist dieser Beruf mit unschönen Klischees behaftet.

Unter dreißig sollten sie sein, mindestens zwei Sprachen fließend sprechen, Auslandserfahrung haben, mindestens 1.70m groß sein und dabei auch noch ansehnlich aussehen. Außerdem gehören eine hohe Kommunikationsfähigkeit, Belastbarkeit und eine gute Bildung zu den Voraussetzungen die eine Hostess heute mitbringen muss.

Hostessen©Flickr/MrFaber

Manchmal 12 Stunden oder mehr auf High Heels stehen, den Besuchern Wünsche wie das Black Berry mal eben aufladen oder eine E-Mail ausdrucken noch schnell nebenbei erfüllen und dabei nie das Lächeln vergessen, kennzeichnen die Arbeit der Hostessen. weiterlesen »


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Noch immer kursieren die klassischen Studenten – Klischees an den verschiedenen Universitäten und welcher Student hat sich noch nicht ertappt einmal auf eine Frage „ach das ist nen BWLer!“ geantwortet zu haben? Doch treffen die Klischees auch wirklich zu?

Was der wohl Studiert ? von Istrojny © Flickr

Jurastudentinnen tragen alle Polohemden, Segelschuhe und Perlenohringe, ach ja und die Philosophiestudenten haben immer hinter dem rechten Ohr einen vorgedrehten Joint klemmen, auch sehen sie im allgemeinen recht schmuddelig aus. So und nicht anderes sehen die alltäglichen Klischees deutscher Universitäten aus. Gerade über Studenten der Geisteswissenschaften, der Medizin, BWL und bezüglich der Jurastudenten halten sich seit Jahren gängige Klischees. Die BWLer seien spießige Polohemdenträger, die ihre Pullover um die Schultern tragen, Mediziner schmeißen nur mit dem Geld ihrer Eltern um sich und die Geisteswissenschaftler gäben sich betont locker und sozial. All diese Klischees kommen bestimmt nicht irgend woher, vielmehr sind sie das überspitzte Produkt jahrelanger Beobachtungen und innerfachlicher Konkurrenzkämpfe.

Ursprung des Klischees „Kleider machen Leute“

Man kann im Großen und Ganzen davon ausgehen, dass viele der genannten Klischees zutreffend sind und das wurde sogar durch die ein oder andere soziologische Studie belegt, dennoch sei immer auf die Ausnahmen hingewiesen. Der Grund, weshalb man seine Kommilitonen oftmals, aufgrund der Kleidung, einem Fach zuordnen kann, ist relativ banal. Die Wahl eines Studienfaches hat sehr viel mit der inneren Einstellungen, den Interessen und der Herkunft eines Menschen zu tun. So ist es kein Geheimnis, dass Kinder die einer Arztfamilie entstammen, häufig auch den Weg in Richtung Medizin einschlagen. Auch ist die Kleidung eines Menschen Zeichen seiner persönlichen Lebenseinstellung. Jeder gibt, durch das was er trägt, ein Statement zu seiner Person ab, auch wenn dieses Statement sein mag „ Ich lege keinen Wert auf Mode, andere Dinge im Leben sind mir wichtiger“. Niemand kann sich von den gesellschaftlichen Einflüssen frei machen. Kleidung ist Ausdrucksmittel und die Aussagen können in alle Richtungen gehen. Das heißt nicht, dass der an sich recht konservativ gekleidete Jurist, nie im Leben eine Jeans mit Kapuzenpullover tragen würde, aber vielleicht will er später ja auch mal für die Menschenrechte eintreten und dann wäre das Klischee wiedereinmal bestätigt.

Hier gibt es noch ein par Klsichees über das Studentengesindel :)


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Wenn in Serien oder Kinofilmen eine Betriebsfeier losgeht, weiß der geneigte Zuschauer schon vorab, dass jetzt auf jeden Fall etwas Spannendes passieren wird. Sei es nun, dass der Chef mit der Praktikantin wilden Sex auf dem Kopierer hat, oder die Kleine aus der Marketing-Abteilung einen Strip auf dem Tisch hinlegt, immer ist irgendwas los.

feucht fröhliche Gruppe ©Flickr TICALman

Ich muss ja ehrlich gestehen, vor meiner ersten Betriebsfeier hatte ich ein wenig Angst, denn ich fragte mich ernsthaft, welche Klischees, die ich gehört hatte, denn der Wahrheit entsprechen würden und welche nicht. weiterlesen »


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Über Jurastudenten kursieren vor allem zwei Klischees: Zum einen, dass Juristen versnobt sind, Stehkragenhemden und Designerschuhe tragen, und zum anderen, dass Juristen keine Freunde haben, weil sie so viel lernen müssen. Es wird also Zeit diese Klischees etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Justitia ©Flickr / chaouki

Das berufstypische Klischee, dass Jurastudenten so viel lernen müssen, ist nicht ganz falsch. Des Öfteren hört man von Jurastudenten, die sich wochenlang in der Bibliothek einschließen und Gesetzestexte auswendig lernen. Allerdings hat Jura nicht immer so viel mit sturem Auswendig-Lernen zu tun, wie viele Klischees uns glauben lassen. Viel wichtiger ist es, die Systematik des Rechts zu verinnerlichen weiterlesen »


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Ärzte – sie haben unter dem Tod von der Schippe entsprungenen Patienten zu leiden, die sich ständig wegen leichtem Schnupfen oder Verdacht auf Hornhaut an der Fußsohle krankschreiben lassen wollen. Mit der unverschämten Praxisgebühr zahlen sie dann ihre Mitgliedschaft im Golfclub.

Geile Ärzte - ein erster Hinweis?  ©flickr / JMazzolaa
Was der gemeine Arzt in Berlin tatsächlich so treibt, weiß ich nicht. Seitdem ich hier nun sieben Jahre lebe, war ich nämlich bei keinem. Das stellt zwar die Sinnhaftigkeit meiner – einstmals sogar privaten - Krankenversicherung in Frage, doch warum soll ich mir Siechtum und Pestilenz beim Onkel Doktor ansehen, wenn mir nichts fehlt. Auch die Zeitschriftenauswahl im Wartezimmer ist meist mehr als dürftig oder gar deprimierend. Wenn ich mich dazu herablasse, vielleicht einmal in zwei Jahren den Zahnarzt aufzusuchen, heißt es seit eh und je bzw. 27 Jahren: „Zahnstein, nehmen Sie mal Zahnseide. Ansonsten ohne Befund.“ An meiner Plomben-losen Kauleiste wird kein Arzt reich. weiterlesen »


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Informatiker Klischees kann eigentlich jeder von uns runter beten: Sie sind schon als Kinder blasse, schwächliche Jungs, die bereits auf dem ersten Ultraschallbild eine Hornbrille tragen. Im Studium kommen dann Haltungsschäden, Pickel und der völlige Verlust jedweder Form von sozialer Kompetenz dazu. Klar. So und nicht anders sehen Informatiker aus.

Informatiker – fade Nerds oder virtuelle Traumprinzen?  ©Flickr.com/ CarbonNYC

Informatiker - die typischen Klischees

Informatiker stechen in Bezug auf Klischees schon unter Studenten irgendwie heraus. Die Pädagogen sind allesamt nervige Tigerenten, die alles „voll schööön“ finden, BWLer tragen nur Polohemden mit hochgeklappten Kragen in Eiscremefarben, Sportstudenten und Intelligenz schließen sich prinzipiell gegenseitig aus, Grafiker haben immer die coolsten Schuhe und Frisuren und die Schauspielschüler erkennt man daran, dass sie einem im Café mit solch einer Arroganz die Karte reichen, dass man sich am liebsten entschuldigen würde überhaupt den Gedanken gefasst zu haben etwas bei ihnen zu bestellen. Klischees gibt es zu allen Berufszweigen, aber die der Informatiker, ihr wisst schon, die faden Nerds, halten sich am hartnäckigsten.
Informatiker sind die Gollums des Alltags. Sie leben zurückgezogen in einer Höhle (Kinderzimmer bei Mutti), haben dicke Augenringe, meiden das Sonnenlicht, essen nur Mist, am liebsten Cola und Pizza, haben ein Problem mit der Kommunikation (nein, sie sprechen zum Glück nicht von sich in der dritten Person), keine Freunde und es dreht sich alles um ihren Schatz- den Computer.
Ab-geeeee-dro-schen! weiterlesen »


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Studienabbrecher quält diese Frage oft Ewigkeiten, bis sie sich endlich dazu durchringen das ungeliebte Studium an den Nagel zu hängen. Eltern und Freunde reagieren meist verständnislos oder besorgt. Zu Recht? Stimmt das Klischee vom Studienabbrecher als Loser ohne Karriereperspektive wirklich?

Prominente Studienabbrecher    ©Flickr.com/sholeh!!

Kind, was soll aus dir bloß werden? - Promi, Mama.

Gründe das Studium abzubrechen gibt es viele: mangelndes Interesse, Geldknappheit, Prüfungsangst, die Neigungen haben sich verändert oder der Stoff wird einfach nur trocken vermittelt. Wie auch immer, die meisten Studenten, die beschließen ihr Studium tatsächlich abzubrechen, machen sich die Entscheidung nicht leicht. Zu präsent ist das Bild vom Versager, der sich mit dem Knick im Lebenslauf die Zukunft verbaut, welches uns die Leistungsgesellschaft nur all zu gerne vermittelt. Dieses Klischee muss aber nicht stimmen. Schema F passt eben nicht auf alle Menschen. Wer aus freien Stücken und überzeugt das tut, was er für richtig hält und seinen wirklichen Neigungen entspricht, der hat meist viel größere Erfolge, als jemand, der sich einem Schicksal ergibt, das andere beschlossen haben. Lebende Beweise kenne wir fast alle, wissen es nur nicht. Das soll sich durch diesen Artikel ändern! weiterlesen »


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Traumjob Model?

Autor: Sandra
abgelegt in: berufstypisch, typisch Teenager

Model werden - fast jedes Mädchen hat mindestens einmal im Leben diesen Traum. TV-Shows wie „Germany’s next Topmodel“ gaukeln vor die Chance auf den Traumjob sei zum Greifen nah.
Was ist dran an den Klischeevorstellungen vom Traumjob Model?

1.) Spieglein, Spieglein an der Wand, könnte auch aus mir eine zweite Claudia Schiffer werden?
Jein. Die Chancen auf eine Topmodelkarriere wie Claudia Schiffer und Heidi Klum sie hinlegten, sind sehr gering. Die meisten Models verschwinden nach wenigen Jahren wieder in der Versenkung. Mit Ende 20 ist meist Schluss, man sollte jedoch früh angefangen haben. 14-15 wird als Einstiegsalter empfohlen. Auf den Laufsteg darf man in den meisten Ländern, z.B. in Deutschland, jedoch erst ab 16.

2.) Um Model werden zu können, muss man mindestens 1,75m groß sein.
Nööööt! Falsch! Kate Moss ist gerade 1,72m groß, ihre Kollegin Agyness Deyn misst ebenfalls nur 1,73m.

Traumjob Model ©Flickr.com/ manbeastextraordinaire

Traumjob oder Alptraum?

3.) Tolle Klamotten tragen und nichts tun, außer vor der Kamera posieren und damit auch noch reich werden, traumhaft!
Oha, das ist eine ganz falsche Vorstellung. Das Fashion-Business ist knallhart. Models werden wie Objekte behandelt, wer nicht den Maßen oder Vorstellungen entspricht, wird einfach ersetzt. Das Schminken und Stylen dauert manchmal mehrere Stunden. Man braucht viel Geduld und darf dabei nicht zimperlich sein, auch um den heißen Scheinwerfern beim Fotoshooting stand zu halten, manchmal in den unbequemsten und hirnrissigsten Positionen, wenn es der Fotograf verlangt. Und nicht vergessen, immer schön lächeln! Die Bezahlung reicht kaum um langfristig davon zu leben. Sieht es in einem Monat mal schlecht aus mit Aufträgen, gibt’s auch kein Geld. Außerdem behalten die Augenturen ca. 30% der Gagen als Provision ein. weiterlesen »


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Wenn ein Europäer an Indien denken, fällt über 50 Prozent der Leute gewiss als erstes die bunten Bollywoodfilme ein. Eine Scharr von mindestens 50 Leuten tanzt fröhlich singen durch die Gegend und am Ende der Geschichte gibt es wirklich immer ein Happy-End, egal wie tragisch und unmöglich das auch erscheinen Mag. Doch wie sieht die Wirklichkeit aus? Besteht das ganze Land doch eher aus Informatikern, die nur auf ihre Chance warten den europäischen Markt zu überschwemmen?

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung leben 287 Millionen Inderinnen und Inder in absoluter Armut, das sind immerhin 25 Prozent der Gesamtbevölkerung und ein gutes Drittel der weltweit Armen insgesamt. Damit stellt Indien eine der Hauptarmutsregion der Erde dar. Das klingt erstmal nach allem anderen als Happy-Bollywood-Stimmung.

Bollywood Wandmalerei, ©flickr by Meanest Indian

Doch immerhin sind Superstar Shah Rukh Khan und die indischen Bollywoodfilme der Exportschlager überhaupt. Knallbunt und ein Feuerwerk guter Laune war auch der neueste Film des Indienstars zur diesjährigen Berlinale restlos ausverkauft. Doch spiegeln die Filme die typisch indische Kultur wieder? Im Bezug auf die farbenfrohe Alltagskleidung wahrscheinlich schon, doch im Bezug auf das fröhliche Leben nicht wirklich. Armut ist in Indien ein Großes Problem und kein fröhlicher Tanz in bunten Klamotten.

Trotz Armut boomt Indiens Wirtschaft

Trotz  alle dem zählt Indien aber dennoch zu den boomenden Nationen der Welt. Das Wirtschaftswachstum betrug in den vergangenen drei Jahren durchschnittlich fast 8 Prozent. Im Vergleich, die Prognose für den Wachstum in Deutschland liegt dieses Jahr bei 5,4 Prozent. Indien ist aufgrund seiner Verkehrssprache Englisch und seiner unglaublich niedrigen Löhne ein sehr beliebtes Land bei zahlreichen internationalen Unternehmen. So wird die indische Wirtschaft extrem von ausländischen Investoren unterstützt und Fachkräfte werden im europäischen Ausland gerne eingestellt. Also sind nicht nur indische Programmierer sehr gefragt. Doch keine Angst, das bedeutet im Allgemeinen nicht, dass für inländische Absolventen kein Platz mehr auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist.


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Studenten sind faule Chaoten und feiern ständig statt mal was Richtiges zu tun, z.B. arbeiten. So oder so ähnlich denkt anscheinend manch einer. Auch wenn diese Einschätzung nicht immer verbal geäußert wird, lässt sie sich durchaus des öfteren an den Reaktionen des Gegenüber erkennen.

Kneipe la leander, extranoise@flickr

So habe ich mich denn nun geoutet: Ja, auch ich war mal Student. Tatsächlich war auch ich manches Mal faul, chaotisch oder habe mit dem Feiern und Trinken übertrieben, so dass die Seminare am Vormittag auch mal ausfielen. Wenn just an diesem Morgen der Postbote um 11 Uhr klingelte und man verkatert und verlottert öffnete, konnte man sich des abschätzigen Blickes sicher sein und des sich anschließenden  Gedankens: Typisch Student! Auch in diesem Fall war wieder einmal die Verallgemeinerung des Klischees bester Freund.

Selbst bei gelegentlichen Kneipenbesuchen unter der Woche - ganz legitim, wenn man am nächsten Tag keine Veranstaltungen zu besuchen hat, sondern vielleicht nur für ein paar Stunden in die Bibliothek will - schienen die anderen Besucher, die spätestens um Mitternacht aufbrachen, weil sie am nächsten Tag arbeiten mussten, oder der Taxifahrer, der einen schließlich um 4 Uhr zu Hause absetzte, sagen zu wollen: Das können nur Studenten sein, wenn die bis in die Puppen saufen.

Vorurteil und Aufklärung - wirklich typisch Student?

Nur: wer weiß denn schon, dass man als Student eben nicht zwangsläufig einen geregelten Tagesablauf hat?  Dass man die Zeit zu Hause auch zum Arbeiten nutzt, zum lesen, lernen, schreiben nämlich? Dass man auch mal die Nacht durcharbeitet? Dass die Nerven in Prüfungsphasen bis zum  Reißen angespannt sind? Dass auch Lernen und Studieren harte Arbeit ist? Dass auch Studenten nur Menschen sind?


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