Alles Klischees

Wir gehen der Sache auf den Grund
 


Archiv: Februar, 2010

Wer kennt sie nicht, die herzzerreißenden TV Serien, Soaps und Telenovelas, die von öffentlichen oder privaten Sendern ausgestrahlt und von vielen fleißigen Zuschauern seit Jahren verfolgt werden? Der Inhalt ähnelt des öfteren dem gleichen Schema. Dabei werden immer wieder die gleichen Klischees und Stereotypen bedient.

Herzschmerz kelsey_lovefusionphoto©Flickr

Vorreiter von solchen TV-Serien und Soaps war ‘Gute Zeiten, schlechte Zeiten‘ oder auch GZSZ genannt, die wohl erfolgreichste Soap ihres Genres, zumal sie schon seit 18 Jahren läuft. Da kann nicht mal die seit Dezember 1985 angelaufene Serie ‘Lindenstraße‘ mithalten. Die erste Folge von GZSZ wurde im Mai 1992 ausgestrahlt. Angesichts dieser Tatsache fragt man sich, wie sich eine Serie für so lange Zeit im Fernsehen halten kann. weiterlesen »


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Frauenfreundschaften sind intensiver als Männerfreundschaften. Bei seiner besten Freundin kann frau alle Hemmungen fallen lassen und ganz so sein wie sie ist. Vertrauen heißt die Basis auf der alles ruht. Doch ist das wirklich immer der Fall?

Frauenfreundschaft ©Flickr PhotoVandal

Frauen sehen andere Frauen immer als Konkurrentinnen an, das fängt schon damit an, dass sich Frauen immer vergleichen müssen, wer ist besser, hübscher, hat mehr Chancen bei den Männern. Natürlich können Frauen Freundschaften mit anderen Frauen eingehen, dennoch ist das so stolz präsentierte Urvertrauen mehr als brüchig. Denn warum wird in vielen Fällen aus einer Frauenfreundschaft ganz schnell mal eine Frauenfeindschaft? Freundschaften zwischen Frauen sind widerstandsfähig, aber nur so lange wie der Störfaktor Mann nicht ins Spiel kommt. Lernen beide ein interessantes männliches Exemplar kennen, kann es ganz schnell zur sogenannten Stutenbissigkeit kommen. weiterlesen »


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Zu Zeiten von rückgängigen Geburtenraten wächst in Deutschland mittlerweile im Schnitt jedes zweite Kind ohne Geschwister auf. Und wir alle kennen doch die Klischees, die uns bei einem nervigen Nachbarkind, einer egoistischen Exfreundin oder besserwisserischen Schülerin immer flugs die passende Formulierung im Kopf zurechtlegen lässt: Typisch Einzelkind. Droht uns etwa eine Generation von Ego Monstern?

Großfamilien ade    ©Flickr.com/monkeysox

In Deutschland wächst jedes zweite Kind ohne Geschwister auf – Nachteil?

Typisch Einzelkind – wer mit diesem Begriff bedacht wird, der wird garantiert kein Lob, Anerkennung oder eine freundliche Bewertung erfahren. Einzelkinder werden oft mit unzähligen Klischees konfrontiert. Hier mal ein paar: Sie sind Egoisten, weil sie nie mit Geschwistern teilen mussten, spielen sich immer in der Vordergrund, da sie immer die volle Aufmerksamkeit ihrer Eltern genießen und können sich nur schwer in Gruppen fügen, weil sie es daheim ja auch nicht müssen.

Der negative Ton, der diesem Klischee beischwingt, geht auf die Zeiten zurück, als Verhütung noch Mangelware war und deswegen Familien mit 3-5 Kindern absoluter Regelfall. Einzelkinder kamen deswegen meist nur zur Welt, wenn es gesundheitliche Probleme bei der Mutter gab, der Vater aus dem Leben schied oder das Kind unehelich oder durch eine Vergewaltigung gezeugt wurde. Dass damit auch in der Entwicklung erschwerende Verhältnisse einher gingen, die aus unschuldigen Kleinkindern die Soziopathen von Morgen machten, wird heute gern verkannt. weiterlesen »


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Pottis oder Pottbirnen, so nennen andere uns. Wer jedoch jetzt „Irgendwas mit Potsdam“ auf dem Schirm hat, der liegt gar nicht so weit weg von Berlin. - Häää? Was ist das denn für eine Überleitung? - Na weil wir nicht nur beide hohe Arbeitslosenquoten haben, sondern auch in Sachen Kultur der Bundeshauptstadt nicht nachstehen. Wir sind nämlich Kulturhauptstadt 2010, naja, eigentlich nur Essen, trotzdem kann man während der Ruhr 2010 mal entdecken was außerhalb von „uff Schalke“ alles geht.

Bergbaumuseum in Bochum ©Flickr.com/Matthias Sieber

Typisch Ruhrgebiet: Nachäm Fußball noch nache Pommesbude, lecka Manta Platte

Der Ruhrpott, der größte industriell geprägte Ballungsraum Deutschlands, verdankt seinen Namen dem Fluss Ruhr. Eigentlich setzt sich der Begriff „Ruhrpott“ aus zwei Wörtern zusammen: Ruhrgebiet und Kohlenpott. Der “Pott“ steht übrigens nicht wie im amerikanischen Raum für den “Melting pot“, obwohl die kulturelle Verschmelzung vieler verschiedener Nationen im Ruhrgebiet gerade in den 50er und 60er Jahren, als Gastarbeiter aus Italien und der Türkei angeworben wurden, eine extrem große Rolle spielt, sondern für „dä Pütt“ - die Kohlengrube des Bergwerks.

Ja, der Pott oder das Revier, ist eine Ansammlung von Industrie-Städten und Bergarbeitersiedlungen. Hier leben kleine und einfache Menschen, die jedoch das Herz am richtigen Fleck haben. Oppa und Vatta haben noch auf Zollern oder Erin malocht. Wir sagen „nachen Aldi“ oder „kehr, hattata gerechnet“, gehen lieber auf Schalke oder feuern „unsere Borussen“ an, trinken gerne mal ein Bierchen am Büdchen (=Trinkhalle = Kiosk) und wenns feierlich wird, bestellen wir noch ne Manta Platte (Pommes mit Mayo und Currywurst) dazu. weiterlesen »


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